Alzheimer-Forschungspreis für Versorgungsforscherin

Prof. Stef­fi G. Rie­del-Hel­ler (Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Leip­zig) ist mit dem dies­jäh­ri­gen Alz­hei­mer-For­schungs­preis der Hans und Ilse-Breu­er-Stif­tung aus­ge­zeich­net wor­den.

Im Rah­men des Deut­schen Kon­gres­ses für Ver­sor­gungs­for­schung ist die Ver­sor­gungs­for­sche­rin Prof. Stef­fi G. Rie­del-Hel­ler (Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Leip­zig) mit dem dies­jäh­ri­gen Alz­hei­mer-For­schungs­preis der Hans und Ilse-Breu­er-Stif­tung aus­ge­zeich­net wor­den. Damit geht der mit 100.000 Euro dotier­te Preis an eine For­sche­rin, die ihre wis­sen­schaft­li­che Lauf­bahn ganz dem Ver­ständ­nis der Epi­de­mio­lo­gie, der Ver­sor­gung und der Prä­ven­ti­on neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen gewid­met hat.

Nach Ein­schät­zung der Jury hat die Preis­trä­ge­rin For­schungs­pro­jek­te ent­wi­ckelt und gelei­tet, die zu den inter­na­tio­nal größ­ten pro­spek­ti­ven Stu­di­en in der älte­ren Bevöl­ke­rung gehö­ren. Dabei konn­te sie zen­tra­le epi­de­mio­lo­gi­sche Kenn­grö­ßen neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen im hoch­alt­ri­gen Alters­seg­ment der deut­schen Bevöl­ke­rung iden­ti­fi­zie­ren. Dies habe ihr eine ver­läss­li­che Bestim­mung der Prä­va­lenz und Inzi­denz demen­zi­el­ler Erkran­kun­gen sowie die Iden­ti­fi­ka­ti­on rele­van­ter Risi­ko­fak­to­ren und -popu­la­tio­nen ermög­licht. Die Unter­su­chung der kli­ni­schen Abfol­ge der ein­zel­nen Sta­di­en und der Ent­wick­lung von Gen-Umwelt-Inter­ak­tio­nen hät­ten das Ver­ständ­nis der demen­zi­el­len Erkran­kun­gen in For­schung und Kli­nik, aber auch in der All­ge­mein­be­völ­ke­rung wesent­lich vor­an­ge­bracht. Ein Schwer­punkt war dabei die Ana­ly­se der ärzt­li­chen und pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen sowie deren Kos­ten.

Aktu­el­le For­schung zur Prä­ven­ti­on und Inter­ven­ti­on neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen wären ohne die grund­le­gen­den Stu­di­en von Prof. Rie­del-Hel­ler heu­te nicht rea­li­sier­bar“, sag­te Prof. Wolf­gang Hoff­mann von der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Greifs­wald, Kura­to­ri­ums­mit­glied der Hans und Ilse Breu­er-Stif­tung. „Sie ist eine der weni­gen Kol­le­gin­nen, die sowohl eine her­aus­ra­gen­de Kli­ni­ke­rin als auch eine enthu­si­as­ti­sche For­sche­rin sind.“

Ihre lang­jäh­ri­gen Erkennt­nis­se will sie nun in einer eige­nen, inter­na­tio­nal ein­ma­li­gen mul­ti­moda­len Inter­ven­ti­ons­stu­die für Pati­en­ten mit einem hohen Demenz­ri­si­ko anwen­den, um prä­ven­tiv Risi­ko­fak­to­ren zu redu­zie­ren und das Vor­an­schrei­ten neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen zu ver­hin­dern.

Quelle
Hans und Ilse-Breuer-Stiftung
Mehr anzeigen

Verwandte Artikel

Close