Ausgezeichnet: Preis für Arbeit zur Epidemiologie von Hüftfrakturen

Für sei­ne For­schungs­ar­bei­ten zum The­ma Epi­de­mio­lo­gie von Hüft­frak­tu­ren bei Men­schen im hohen Lebens­al­ter wur­de Prof. Kili­an Rapp vom Robert-Bosch-Kran­ken­haus in Stutt­gart mit dem Preis der Rolf-und-Huber­ti­ne-Schiff­bau­er-Stif­tung aus­ge­zeich­net.

Im Rah­men des Jah­res­kon­gres­ses der Deut­schen Gesell­schaft für Ger­ia­trie erhielt Prof. Kili­an Rapp, Ober­arzt in der Kli­nik für Ger­ia­tri­sche Reha­bi­li­ta­ti­on am Robert-Bosch-Kran­ken­haus in Stutt­gart, Ende Sep­tem­ber den dies­jäh­ri­gen Ehren­preis der Rolf-und-Huber­ti­ne-Schiff­bau­er-Stif­tung. Aus­ge­zeich­net wur­de Rapp für sei­ne her­aus­ra­gen­den For­schungs­ar­bei­ten, die sich mit der Häu­fig­keit von sowie den Grün­den für Hüft­frak­tu­ren bei Men­schen im hohen Lebens­al­ter beschäf­ti­gen.

Er konn­te unter ande­rem zei­gen, dass das Risi­ko für Hüft­frak­tu­ren bei Per­so­nen mit Pfle­ge­be­darf extrem hoch ist. „Pfle­ge­be­dürf­ti­ge haben bei den über 65-Jäh­ri­gen ledig­lich einen Anteil von zwölf Pro­zent, erlei­den aber über die Hälf­te aller Hüft­frak­tu­ren“, erklärt Rapp. Der Medi­zi­ner beleg­te zudem, dass sich das Hüft­frak­tur­ri­si­ko sehr rasch ändern kann. So beschrieb er erst­ma­lig, dass das Frak­tur­ri­si­ko direkt nach Auf­nah­me in eine Pfle­ge­ein­rich­tung mit Abstand am höchs­ten ist und inner­halb von neun Mona­ten auf die Hälf­te absinkt. Dies hat direk­te Aus­wir­kun­gen auf prä­ven­ti­ve Maß­nah­men vor Ort. Eine wei­te­re Erkennt­nis sei­ner Arbeit ist, dass bei Per­so­nen mit geis­ti­ger Behin­de­rung Hüft­frak­tu­ren im Durch­schnitt bei Frau­en 10 bis 15 Jah­re und bei Män­nern gar 20 bis 40 Jah­re frü­her auf­tre­ten als bei geis­tig gesun­den Men­schen.

Die Rolf-und-Huber­ti­ne-Schiff­bau­er-Stif­tung prä­miert jähr­lich her­aus­ra­gen­de Arbei­ten auf dem Gebiet der Alters­me­di­zin. Die Aus­wahl erfolgt durch eine unab­hän­gi­ge Fach­ju­ry, die vom Vor­stand der Deut­schen Gesell­schaft für Ger­ia­trie (DGG) beru­fen wird.

Das Robert-Bosch-Kran­ken­haus in Stutt­gart ist ein von der Robert Bosch Stif­tung getra­ge­nes Kran­ken­haus der Zen­tral­ver­sor­gung mit Funk­tio­nen der Maxi­mal­ver­sor­gung an drei Stand­or­ten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Kran­ken­haus zu den Aka­de­mi­schen Lehr­kran­ken­häu­sern der Uni­ver­si­tät Tübin­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www​.rbk​.de

Quelle
Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart
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