Bereitschaftsdienstreform der KV Bayerns: BFAV startet Umfrage unter Vertragsärzten

Der Baye­ri­sche Fach­arzt­ver­band (BFAV) will vor dem für 2018 geplan­ten Roll­out der Bereit­schafts­dienst­re­form der KV Bay­erns (KVB) im Frei­staat die Kol­le­gen zu den bis­her gemach­ten Erfah­run­gen befra­gen.

Nächs­tes Jahr soll nach den Plä­nen der KVB das bis­lang in Pilot­re­gio­nen getes­te­te Modell auf ganz Bay­ern aus­ge­rollt wer­den. Zuvor aber soll­ten die Ergeb­nis­se einer hier­zu vom BFAV gestar­te­ten Befra­gung ein­ge­bracht wer­den, so Ver­bands­spre­cher Dr. Wolf­gang Bärtl aus Neu­markt /Opf.
– Wel­che Erfah­run­gen haben die Ärz­te aus den Pilot­re­gio­nen bis­lang gemacht und was erwar­ten sie in der Zukunft?
– Wie zufrie­den sind die baye­ri­schen Ver­trags­ärz­te wirk­lich mit die­ser Bereit­schafts­dienst­re­form?
– Füh­len Sie sich von der KVB rich­tig ernst genom­men und wel­che Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge könn­ten in den Pro­zess noch ein­ge­bracht wer­den?

Zu die­sen Fra­gen, so heißt es, wer­de der BFAV in den kom­men­den Wochen eine Umfra­ge bei den baye­ri­schen Ver­trags­ärz­ten durch­füh­ren. „Nur wenn wir die Mei­nung und Kri­tik­punk­te unse­rer Kol­le­gen ken­nen, kön­nen wir gege­be­nen­falls in der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KVB noch gegen­steu­ern“, ruft Bärtl die Kol­le­gen zur regen Teil­nah­me auf.

Die Ver­grö­ße­rung und Zusam­men­le­gung von Dienst­be­rei­chen, der Bereit­schafts­dienst – oder bes­ser gesagt Por­tal­pra­xen – an aus­ge­wähl­ten Kli­nik­stand­or­ten, täg­lich Prä­senz­diens­te der Nie­der­ge­las­se­nen in die­sen Por­tal­pra­xen, deut­lich wei­te­re Stre­cken im Fahr­dienst mit von der KV gestell­ten Pkw und Fah­rern unter­schied­lichs­ter Qua­li­tät, zen­tra­lis­ti­sche Dienstein­tei­lung durch die KV ohne regio­na­le Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten sind die Haupt­kri­tik­punk­te, die immer der­zeit aus den Ver­suchs­re­gio­nen zu hören sind“, fasst Bärtl die Beden­ken zusam­men, die den Ver­band dazu ani­miert hät­ten, die aktu­el­le Umfra­ge zu star­ten. Bür­ger­meis­ter beklag­ten par­al­lel dazu die man­geln­de Berück­sich­ti­gung regio­na­ler Beson­der­hei­ten, wenn ihre regio­na­len Zen­tren bei der Ver­ga­be der Bereit­schafts­dienst­pra­xen nicht berück­sich­tigt wür­den, wie jüngst in Regen oder Mil­ten­berg, ergänzt BFAV-Vor­sit­zen­de Dr. Ilka Enger.

Der Ver­band will die Anre­gun­gen und Ergeb­nis­se bei der KVB-Ver­tre­ter­ver­samm­lung im Herbst (18. Novem­ber) ein­brin­gen, „um die Ver­ant­wort­li­chen dort bei ihrer Opti­mie­rung zu unter­stüt­zen“.

Quel­le: BFAV

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