Besserung des laryngopharyngealen Reflux nach OSA-Chirurgie

In einer aktu­el­len Stu­di­en unter­such­ten korea­ni­sche Otor­hi­no­la­ryn­go­lo­gen, ob und inwie­weit sich die Sym­pto­me des laryn­go­pha­ryn­gea­len Reflux (Laryn­gi­tis gas­tri­ca) nach chir­ur­gi­schen Mehr­eta­gen­ein­grif­fen bei obstruk­ti­ver Schlaf­apnoe ver­än­dern.

Unter Laryn­gi­tis gas­tri­ca ver­steht man eine nicht bak­te­ri­el­le, ent­zünd­li­che Reak­ti­on der Schleim­haut im Kehl­kopf und umge­ben­dem Rachen. Ande­re Bezeich­nun­gen lau­ten Stil­ler Reflux, Laryn­gi­tis pos­te­ri­or, laryn­go­pha­ryn­gealer Reflux (LPR), NERD (Non eso­pha­ge­al reflu­xe disea­se = nicht öso­pha­gea­le Reflux­krank­heit) oder EERD (extra eso­pha­ge­al reflu­xe disea­se).

Pati­en­ten, die zwi­schen April 2009 und Sep­tem­ber 2014 Mehr­eta­gen­ein­grif­fe auf­grund obstruk­ti­ver Schlaf­apnoe erfuh­ren, wur­den in die­se Stu­die inklu­diert. Alle Pati­en­ten erfuh­ren vor dem chir­ur­gi­schen Ein­griff eine Poly­som­no­gra­phie und wur­den dar­um gebe­ten, den RSI-Fra­ge­bo­gen (Reflux Sym­ptom Index) sowohl vor als auch nach der Ope­ra­ti­on aus­zu­fül­len.

Von den teil­neh­men­den 73 Pati­en­ten berich­te­ten 24 (33 %) von einem RSI-Score >13 und konn­ten dem­entspre­chend als Reflux-Pati­en­ten klas­si­fi­ziert wer­den. Der durch­schnitt­li­che RSI-Score betrug 11,48±7,95. Die­ser Wert redu­zier­te sich post­ope­ra­tiv auf 4,95±6,19. Die Rate des posi­ti­ven RSI-Anspre­chens betrug prä­ope­ra­tiv 33 % und 9 % nach dem Ein­griff.

Jede Varia­ble, die der RSI beinhal­tet, ver­bes­ser­te sich nach der Chir­ur­gie signi­fi­kant, mit Aus­nah­me der Schluck­schwie­rig­kei­ten. Im Hin­blick auf das Aus­maß der post­ope­ra­ti­ven Ver­bes­se­rung im RSI gab es kei­ne signi­fi­kan­ten Unter­schie­de zwi­schen den Sub­grup­pen hin­sicht­lich Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index, Schwe­re­grad der obstruk­ti­ven Schlaf­apnoe oder des chir­ur­gi­schen Behand­lungs­er­geb­nis­ses.

Die Auto­ren kom­men zu dem Schluss, dass LPR-Sym­pto­me bei Pati­en­ten mit obstruk­ti­ven Schlaf­apnoe als prä­va­lent zu gel­ten haben. Die Behand­lung der obstruk­ti­ven Schlaf­apnoe mit­tels chir­ur­gi­scher Mehr­eta­gen­ein­grif­fe ist poten­zi­ell geeig­net, die LPR-Sym­pto­me zu redu­zie­ren. (am)

Quel­le: Kim et al. Clin Exp Otor­hi­no­la­ryn­gol. 2017 Sep;10(3):259–264.

 

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