Bundesregierung lehnt Freigabe von Cannabis weiter ab

Die Bun­des­re­gie­rung lehnt eine Lega­li­sie­rung von Can­na­bis wei­ter­hin ent­schie­den ab. Die Gesund­heits­ge­fah­ren durch Can­na­bis-Miss­brauch gera­de bei Jugend­li­chen und Her­an­wach­sen­den sei­en medi­zi­nisch erwie­sen, heißt es laut Bun­des­tag-Pres­se­dienst von Ende Dezem­ber in einer Ant­wort auf eine Anfra­ge der FDP-Frak­ti­on.

Eine kürz­lich ver­öf­fent­lich­te Stu­die habe die Risi­ken des Can­na­bis-Kon­sums zu Rausch­zwe­cken erneut bestä­tigt, so die Regie­rung. Das Can­na­bis-Ver­bot die­ne dem Schutz der Gesund­heit der Bevöl­ke­rung.

Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung haben bis­lang zwei Kom­mu­nen Modell­pro­jek­te zur kon­trol­lier­ten Abga­be von Can­na­bis als Genuss­mit­tel bean­tragt: der Ber­li­ner Bezirk Fried­richs­hain-Kreuz­berg und die Stadt Müns­ter. Bei­de Anträ­ge sei­en abge­lehnt wor­den. Die Modell­pro­jek­te trü­gen weder zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung bei, noch könn­ten sie den Miss­brauch von Betäu­bungs­mit­teln sowie Dro­gen­ab­hän­gig­kei­ten ver­hin­dern.

Wie aus der Ant­wort wei­ter her­vor­geht, kon­su­mie­ren schät­zungs­wei­se rund 1,2 Mil­lio­nen Bür­ger im Alter zwi­schen 18 und 64 Jah­ren Can­na­bis min­des­tens zehn Mal im Jahr. Rund 630 000 Bür­ger davon kon­su­mie­ren Can­na­bis min­des­tens 60 Mal im Jahr.

Der Bun­des­tag hat­te im Janu­ar 2017 einen Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen, der die regu­lä­re Aus­ga­be von Can­na­bis als Medi­zin ermög­licht. So kön­nen schwer kran­ke Pati­en­ten auf Kos­ten der Kran­ken­ver­si­che­rung mit hoch­wer­ti­gen Can­na­bis-Arz­nei­mit­teln ver­sorgt wer­den. (dpa)

Mehr anzeigen

Verwandte Artikel

Close