Chun neuer Klinikdirektor in Frankfurt

Seit 1. Novem­ber ist Prof. Felix K.-H. Chun Direk­tor der Kli­nik für Uro­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt. Er will das Fach­ge­biet an die­sem Stand­ort auf wich­ti­gen medi­zi­ni­schen Fel­dern wei­ter vor­an­brin­gen.

Chun hat in die­sem Monat die Lei­tung der Kli­nik für Uro­lo­gie über­nom­men und eine Rei­he wei­te­rer Exper­ten in sein Team am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt geholt. Der erfah­re­ne Ope­ra­teur kommt vom Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf aus der Kli­nik für Uro­lo­gie und der Mar­ti­ni-Kli­nik. Chun war an der Kli­nik für Uro­lo­gie Geschäfts­füh­ren­der Ober­arzt und lei­te­te die Sek­ti­on für mini­mal­in­va­si­ve Chir­ur­gie. Er hat sowohl in der uro-onko­lo­gi­schen, der BPH-Laser­chir­ur­gie als auch in der rekon­struk­ti­ven Uro­lo­gie exzel­len­te Refe­ren­zen. An der Mar­ti­ni-Kli­nik war er als Facul­ty-Mit­glied tätig.

Neue ope­ra­ti­ve Schwer­punk­te

Chun will am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt eine uro­lo­gi­sche Chir­ur­gie eta­blie­ren, die höchs­te Qua­li­täts­stan­dards erfüllt und einer gro­ßen Zahl von Pati­en­ten hel­fen kann. „Qua­li­tät wird bei Beach­tung einer evi­denz­ba­sier­ten Medi­zin mit ganz­heit­li­cher Aus­rich­tung vor allem durch stan­dar­di­sier­te Abläu­fe und eine lang­fris­ti­ge Per­fek­tio­nie­rung mit­tels viel­fäl­ti­ger kleins­ter Stell­schrau­ben erzielt. Dar­an wol­len mein Team und ich akri­bisch arbei­ten, um unse­ren Pati­en­ten nach­hal­tig die bes­ten Behand­lungs­er­geb­nis­se zu ermög­li­chen“, so Chun. Gro­ßen Wert legt er auf die Kom­pli­ka­ti­ons­prä­ven­ti­on bei uro­lo­gi­schen Ope­ra­tio­nen. Dazu zäh­len die Ver­mei­dung von Kom­pli­ka­tio­nen bei rele­van­ten Ein­grif­fen, eine sorg­fäl­ti­ge prä­ope­ra­ti­ve Befun­d­er­he­bung und eine opti­ma­le intra- und post­ope­ra­ti­ve Pati­en­ten­ver­sor­gung. Eben­so sei die Erwar­tungs­hal­tung der Pati­en­ten vor ope­ra­ti­ven Ein­grif­fen klar zu defi­nie­ren, durch eine umfas­sen­de Auf­klä­rung der Pati­en­ten und das Ver­mit­teln von kla­ren Pro­gno­sen, ist Chun über­zeugt.

Der neue Chef­arzt möch­te drei Schwer­punk­te in der Uro­lo­gie des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums beson­ders wei­ter­ent­wi­ckeln:

  • Bei der radi­ka­len Pro­sta­tek­to­mie will Chun ein ner­ven­scho­nen­des Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren ein­füh­ren und wei­ter­ent­wi­ckeln, an dem er selbst inten­siv geforscht hat.
  • Ein­satz eines Hol­mi­um-Lasers der jüngs­ten Gene­ra­ti­on für die Hol­mi­um-Laser-Enu­klea­ti­on der Pro­sta­ta (HoLEP) und die Nie­ren­stein­the­ra­pie
  • offen chir­ur­gi­sche The­ra­pie von Harn­röh­renstrik­tu­ren unter Ver­wen­dung von Mund­schleim­haut­ge­we­be

Inter­na­tio­na­le Kar­rie­re

Chun nahm, nach Abschluss sei­nes Medi­zin­stu­di­ums an der Albert-Lud­wigs-Uni­ver­si­tät in Frei­burg, 2001 sei­ne kli­ni­sche Tätig­keit in der Uro­lo­gie des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Ham­burg-Eppen­dorf auf. Nach Sta­tio­nen unter ande­rem an der Uni­ver­si­tät von Mont­re­al habi­li­tier­te er sich 2009 zur ver­bes­ser­ten Früh­erken­nung des Pro­statakar­zi­noms und wur­de 2014 zum außer­plan­mä­ßi­gen Pro­fes­sor im Fach Uro­lo­gie der Uni­ver­si­tät Ham­burg beru­fen. Dort war er seit 2008 in ober­ärzt­li­cher Funk­ti­on tätig und lei­te­te seit 2009 die Sek­ti­on für mini­mal­in­va­si­ve Chir­ur­gie. 2014 über­nahm er die Posi­ti­on des Geschäfts­füh­ren­den Ober­arz­tes und durch­lief eine andert­halb­jäh­ri­ge kli­ni­sche Rota­ti­on als ‚Facul­ty-Mit­glied’ an der Mar­ti­ni-Kli­nik, dem welt­weit größ­ten Pro­sta­ta­krebs­zen­trum. Zum 1. Novem­ber nun nahm er mit dem Ruf nach Frank­furt sei­ne ers­te Posi­ti­on als Kli­nik­di­rek­tor und beru­fe­ner Pro­fes­sor für Uro­lo­gie der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt an.

Der neue Frank­fur­ter Chef­arzt besitzt neben der deut­schen auch die euro­päi­sche Fach­arzt­an­er­ken­nung sowie einen Mas­ter­ti­tel der Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten. Er ist Mit­glied der S2K-Leit­li­ni­en­kom­mis­si­on zum periope­ra­ti­ven Pati­en­ten­ma­nage­ment sowie Mit­glied der Young Aca­de­mic Uro­lo­gy Bla­sen­krebs­grup­pe der Euro­päi­schen Gesell­schaft für Uro­lo­gie. Sei­ne mehr als 200 in Fach­pu­bli­ka­tio­nen gelis­te­ten Arbei­ten wur­den mit zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net.

(Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt / ms)

Quelle
Universitätsklinikum Frankfurt
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