DAV 2018: 300 Mediziner in Garmisch Partenkirchen

Im Bereich der Ver­bren­nungs­me­di­zin hat es in den letz­ten Jah­ren ent­schei­den­de Fort­schrit­te gege­ben. Rund 300 Plas­ti­sche Chir­ur­gen, Kin­der­chir­ur­gen, Inten­siv­me­di­zi­ner und Pfle­ge­ex­per­ten aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz tref­fen sich vom 10.–13.01.2018 in Gar­misch-Par­ten­kir­chen und dis­ku­tie­ren neue Erkennt­nis­se und Ent­wick­lun­gen bei der Behand­lung von Ver­bren­nun­gen. Bei der 36. Jah­res­ta­gung der Deutsch­spra­chi­gen Arbeits­ge­mein­schaft für Ver­bren­nungs­be­hand­lung (DAV) tre­ten die Exper­ten vier Tage lang in einen inter­dis­zi­pli­nä­ren und inter­pro­fes­sio­nel­len Dia­log über ihre aktu­el­len Erfah­run­gen.

„Die­se Jah­res­ta­gung hat sich als gute Mög­lich­keit eta­bliert, sich über Bewähr­tes und Neu­es in der Ver­bren­nungs­me­di­zin inten­siv aus­zu­tau­schen“, betont Kon­gress­prä­si­dent Prof. Dr. Hen­rik Men­ke, Zen­trum für Schwer­brand­ver­letz­te in Offen­bach mit eige­ner Inten­siv­sta­ti­on, in dem seit über 40 Jah­ren Pati­en­ten mit aus­ge­dehn­ten Brand­ver­let­zun­gen betreut wer­den – eine der größ­ten Spe­zi­al­ein­rich­tun­gen in Deutsch­land mit jähr­lich über 200 sta­tio­nä­ren Behand­lun­gen von schwer­brand­ver­letz­ten Erwach­se­nen und Kin­dern.
Mit der Fra­ge „Quo vadis Ver­bren­nungs­me­di­zin?“ sind in die­sem Jahr Evi­denz und Nach­wuchs­ge­win­nung zen­tra­le Tagungs­schwer­punk­te. Neben Vor­trä­gen zu Organ­kom­pli­ka­tio­nen und zur Inten­siv­me­di­zin wird Neu­es aus der „Burn unit“ vor­ge­stellt sowie neue Stu­di­en zur Nar­ben­ver­sor­gung und Dis­kus­sio­nen zu ver­schie­de­nen Kon­zep­ten der Wund­be­hand­lung. Ein wei­te­res wich­ti­ges The­ma ist Ver­bren­nungs­me­di­zin im Span­nungs­feld von Ethik und Öko­no­mie. Wei­ter­hin geht es um Inno­va­tio­nen und neue Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zum enzy­ma­ti­schen Debri­de­ment: Lang­zeit­er­geb­nis­se, Kom­bi­na­ti­on mit Spalt­haut­trans­plan­ta­ti­on und wei­te­re For­schung.
Der inter­dis­zi­pli­nä­re fach­li­che und per­sön­li­che Aus­tausch soll mit dem Fokus auf Inten­siv­me­di­zin, Infek­tio­lo­gie, Rekon­struk­ti­on und Reha­bi­li­ta­ti­on der opti­ma­len Ver­sor­gung brand­ver­letz­ter Men­schen zugu­te­kom­men. Mit dem Ziel, in spe­zia­li­sier­ten Zen­tren ein best­mög­li­ches Behand­lungs­er­geb­nis für die Ver­letz­ten zu erzie­len, ver­su­chen die Exper­ten gemein­sam, ihre Fähig­kei­ten und Mög­lich­kei­ten immer wei­ter zu ent­wi­ckeln und Stan­dards in der Akut- und in der Spät­pha­se, in der Rekon­struk­ti­on und der Reha­bi­li­ta­ti­on zu defi­nie­ren.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www​.dav2018​.de.

Quelle
Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung
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