Die Behandlung von Lungenkrebs verbessern

Medi­zi­ner der Abtei­lung Strah­len­the­ra­pie des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Jena betei­li­gen sich an der welt­weit größ­ten Stu­die zu Ver­än­de­run­gen der Tumor­grö­ße bei Lun­gen­krebs.

Mehr als 50.000 Men­schen erkran­ken jähr­lich neu an Lun­gen­krebs – Ten­denz stei­gend. Damit gehört die­se Erkran­kung zu einer der häu­figs­ten Tumor­ar­ten in Deutsch­land. „Da Lun­gen­krebs in den meis­ten Fäl­len anfangs kei­ne typi­schen Sym­pto­me ver­ur­sacht, wird die Erkran­kung meist erst im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um erkannt“, so Dr. Mat­thi­as Mäu­rer von der Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie und Radioon­ko­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Jena (UKJ). „Doch gera­de bei fort­ge­schrit­te­nen Erkran­kun­gen ist es für die behan­deln­den Medi­zi­ner bis­lang schwie­rig, früh­zei­tig zu erken­nen, ob und wie die Pati­en­ten auf die The­ra­pie über­haupt anspre­chen.“

Des­halb unter­sucht die „jun­ge DEGRO“, die Nach­wuchs­grup­pe der Deut­schen Gesell­schaft für Radioon­ko­lo­gie (DEGRO), in einer Stu­die, wie sich die Tumor­grö­ße bei Lun­gen­krebs­pa­ti­en­ten unter Strah­len­the­ra­pie ver­än­dert und wie die­se Ver­än­de­run­gen den Krank­heits­ver­lauf beein­flus­sen. Auch die Medi­zi­ner der Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie und Radioon­ko­lo­gie am UKJ betei­li­gen sich dar­an.

In den kom­men­den zwei Jah­ren wer­den die an der Stu­die betei­lig­ten Medi­zi­ner Daten von mehr als 700 Pati­en­ten unter­su­chen, wel­che seit 2011 an Lun­gen­krebs erkrankt sind und wel­che strah­len­the­ra­peu­tisch behan­delt wur­den. „Auf Grund­la­ge die­ser Daten las­sen sich künf­tig bereits unter The­ra­pie wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen zum wei­te­ren Ver­lauf der Erkran­kung ablei­ten. Dies kann weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen für nach­fol­gen­de The­ra­pie­ent­schei­dun­gen haben“, sagt Dr. Mäu­rer. Bis­her betei­li­gen sich 17 Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken für Strah­len­the­ra­pie aus Deutsch­land und der Schweiz an der Stu­die. Damit ist sie die bis­her größ­te Stu­die welt­weit, wel­che sich mit einer sol­chen Fra­ge­stel­lung beschäf­tigt. Die Stu­die wird durch die DEGRO und die Arbeits­ge­mein­schaft Radio­lo­gi­sche Onko­lo­gie (ARO) der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft (DKG) geför­dert.

2014 wur­de die Arbeits­ge­mein­schaft „jun­ge DEGRO“ (jDE­GRO) als Nach­wuchs­grup­pe der Deut­schen Gesell­schaft für Radioon­ko­lo­gie (DEGRO) gegrün­det. Seit­dem unter­stützt sie jun­ge Radioon­ko­lo­gen, Radio­bio­lo­gen und Strah­len­phy­si­ker u.a. in den Berei­chen ärzt­li­che Wei­ter­bil­dung und For­schung. Zudem baut die jDE­GRO ein deutsch­land­wei­tes For­schungs­netz­werk auf, um gemein­sa­me wis­sen­schaft­li­che For­schungs­pro­jek­te zu initi­ie­ren und vor­an­zu­trei­ben. Die Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie und Radioon­ko­lo­gie des UKJ ist seit Beginn an in der Arbeits­ge­mein­schaft ver­tre­ten.

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