Effektiver Schutz bei Asthma: Bettbezüge gegen Milben

Mil­ben­re­sis­ten­te Bett­be­zü­ge kön­nen Kin­der mit Asth­ma, die gleich­zei­tig unter einer Haus­staub­mil­ben­all­er­gie lei­den, vor schwe­ren Anfäl­len schüt­zen. Ihr Ein­satz senkt die Zahl der Kin­der, die sich in einer Kli­nik behan­deln las­sen müs­sen. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine aktu­el­le bri­ti­sche Stu­die.

Die For­sche­rin­nen und For­scher unter­such­ten Kin­der zwi­schen 3 und 17 Jah­ren mit Asth­ma und einer gleich­zei­ti­gen Haus­staub­mil­ben­all­er­gie, die sich im Lau­fe eines Jah­res mit einem schwe­ren Asth­ma­an­fall in einer von 14 nord­west­bri­ti­schen Kli­ni­ken vor­ge­stellt hat­ten. Von 286 Kin­dern, die die­se Kri­te­ri­en erfüll­ten, nah­men 284 an der dop­pelb­lin­den Pla­ce­bo-Stu­die teil. 123 Kin­der schlie­fen ein Jahr lang in mil­ben­un­durch­läs­si­gen Bett­be­zü­gen. Die 118 Kin­der in der Kon­troll­grup­pe erhiel­ten iden­tisch aus­se­hen­de Bezü­ge ohne mil­ben­ab­wei­sen­de Eigen­schaf­ten. Ziel der Stu­die war es her­aus­zu­fin­den, ob sich durch die­se ein­fa­che Abwehr­maß­nah­me die Zahl der Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te wegen schwe­rer Asth­ma­an­fäl­le sen­ken ließ.

All­er­gie gegen Mil­ben und Asth­ma – eine häu­fi­ge Kom­bi­na­ti­on

Rund 65 Pro­zent aller asth­ma­kran­ken Kin­der in Groß­bri­tan­ni­en zei­gen eine Sen­si­bi­li­sie­rung gegen Haus­staub­mil­ben. Damit ist die Haus­staub­mil­be das wich­tigs­te All­er­gen bei Kin­dern mit Asth­ma. Ande­ren Stu­di­en zufol­ge besteht auch ein Zusam­men­hang zwi­schen der Kon­zen­tra­ti­on des Mil­ben­al­l­er­gens in der Innen­raum­luft und der Schwe­re der Asth­ma-Erkran­kung. Des­we­gen, so die Annah­me der Auto­rin­nen und Auto­ren, müss­te eine Sen­kung der Kon­zen­tra­ti­on des Mil­ben­al­l­er­gens auch die Zahl der schwe­ren Asth­ma­an­fäl­le ver­rin­gern.

Die­se Hypo­the­se bestä­tig­te sich: Die Wis­sen­schaft­ler nah­men zu Beginn der Stu­die Staub­pro­ben von den Matrat­zen aller Kin­der und maßen die Kon­zen­tra­ti­on der Mil­ben­all­er­ge­ne. Bei den Kin­dern, die im Zuge der Stu­die mil­ben­un­durch­läs­si­ge Bett­wä­sche nutz­ten, sank sie um 84 Pro­zent. Genau die­se Kin­der muss­ten auch deut­lich sel­te­ner mit einem Asth­ma­an­fall ins Kran­ken­haus. Ihr Risi­ko war im Ver­gleich zur Pla­ce­bo­grup­pe um 45 Pro­zent gerin­ger.

Kos­ten­güns­ti­ge Maß­nah­me gegen Asth­ma­an­fäl­le

Dies ist die ers­te Stu­die, in der ver­sucht wird, den Effekt einer All­er­gen­ver­mei­dung auf die Zahl der Asth­ma­an­fäl­le und Kli­nik­ein­wei­sun­gen zu unter­su­chen. Die Daten zu Asth­ma­an­fäl­len beru­hen aller­dings, wie die For­scher ein­räu­men, ledig­lich auf Befra­gun­gen der Eltern, die nicht durch ärzt­li­che Dia­gno­sen bestä­tigt wur­den. Die Befra­gun­gen fan­den jedoch alle drei Mona­te statt, wes­we­gen nach Ansicht der For­scher Erin­ne­rungs­lü­cken die Stu­di­en­ergeb­nis­se kaum ver­fälscht haben dürf­ten.

Im Rah­men der Stu­die ist es gelun­gen, die Zahl der Kli­nik­ein­wei­sun­gen asth­ma­kran­ker Kin­der deut­lich zu redu­zie­ren. Die Stu­di­en­au­to­rin­nen und -auto­ren beto­nen, dass mil­ben­res­tis­ten­te Bett­be­zü­ge im Ver­gleich zu den Kos­ten eines Kli­nik­auf­ent­halts eine sehr kos­ten­güns­ti­ge Maß­nah­me dar­stel­len.

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