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Zeckensaison beginnt

Mehr Infektionen mit Borreliose und FSME

20.03.2017
Bild: © animaflora - fotolia.com

In Thüringen haben sich im vergangenen Jahr mehr Menschen mit Borreliose und FSME infiziert, die von Zecken übertragen werden.

Insgesamt wurden 559 Borreliose-Erkrankungen gemeldet und damit deutlich mehr als in den beiden Jahren zuvor, wie am Freitag das Gesundheitsministerium mitteilte. 2014 und 2015 lag die Zahl solcher Infektionen unter 400. Bei der selteneren Gehirn- und Hirnhautentzündung FSME, gegen die man sich impfen lassen kann, wurden neun Fälle registriert - nach einem 2015 und drei 2014.
 
Die Landesanstalt Thüringenforst warnte davor, dass mit den wärmeren Temperaturen nun auch wieder die Zeckensaison in den Wäldern beginne. «Zecken sind ab einer Lufttemperatur von etwa 6 Grad Celsius aktiv und verlassen den Boden, der zuvor als Winterquartier diente», erklärte Vorstand Volker Gebhardt. Waldbesucher können sich den Angaben nach vor Zeckenstichen schützen, indem sie auf Waldwegen bleiben und Gebüsch und hohes Gras meiden, wo sich diese Milben bevorzugt aufhalten. Auch lange, geschlossene Kleidung helfe, hieß es. Spaziergänger sollten sich nach jedem Besuch im Wald stets auf Zeckenbefall kontrollieren.
 
Sogenannte FSME-Risikogebiete gibt es laut Robert-Koch-Institut in Thüringen bisher nur im Süden und Osten des Freistaats. Das betrifft die Kreise Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, Saale-Orla, Saale-Holzland und Greiz sowie die Städte Jena und Gera.(dpa)
 

Bild: © animaflora - fotolia.com