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In-utero-Exposition gegenüber Abgasen

Spätere Herzinsuffizienz möglicherweise begünstigt

08.08.2017
Bild: © Sauerlandpics- fotolia.com

Toxische Effekte der Luftverschmutzung können über unerwartete Effekte auf die DNA im Herzen des sich entwickelnden Embryos quer durch die Generationen gehen, wie eine neue Studie in der Zeitschrift „The FASEB Journal“  belegt.

Die Studie an Mäusen zeigt, dass die Exposition gegenüber Schwebstoffpartikeln aus Dieselabgasen während der Trächtigkeit die DNA in utero über spezifische Methylierungen modifizieren und die Expression von Genen verändern kann, wodurch die Empfänglichkeit für Herzinsuffizienz im Erwachsenenalter erhöht werden könnte.

Dr. Michael T. Chin, Lehrbeauftragter für Medizin am Center for Cardiovascular Biology der University of Washington School of Medicine in Seattle, und seine Kollegen setzten vier Gruppen von Mäusen ein: Die erste Gruppe war während der Trächtigkeit gegenüber gefilterter Luft exponiert und wurde zum Schein operiert. Die zweite Gruppe war hingegen Dieselabgasen ausgesetzt gewesen und dann zum Schein operiert worden. Die dritte und die vierte Gruppe waren in der Trächtigkeit gegenüber gefilterter Luft bzw. Dieselabgasen ausgesetzt gewesen und dann einer Operation mit transverser Aortenkonstriktion (TAC) unterzogen.

Die Wissenschaftler verglichen die Expression von Herzgenen in allen vier Gruppen und identifizierten drei Kandidatengene, die in der Diesel-exponierten Gruppe mit TAC-Operation unterschiedlich exprimiert wurden; diese Gruppe entwickelte die schlimmste Herzinsuffizienz.

Diese Target-Gene im Herzen sind die ersten, die als Gene identifiziert wurden, welche vermutlich eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Empfänglichkeit für Herzinsuffizienz im Erwachsenenalter spielen. Ihre nachfolgende Untersuchung ergab, dass eines von ihnen (miR133a-2) nach der Exposition gegenüber dem Diesel-Feinstaub anders methyliert worden war.
 
 

Bild: © Sauerlandpics- fotolia.com