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Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Auszeichnung für Düsseldorfer Nephrologin

11.05.2017
Feierliche Übergabe in Berlin durch die Bundesforschungsministerin: Prof. Dr. Johanna Wanka (links) mit Jun.-Prof. Dr. Ute Scholl (Foto: DFG/ David Ausserhofer )
Feierliche Übergabe in Berlin durch die Bundesforschungsministerin: Prof. Dr. Johanna Wanka (links) mit Jun.-Prof. Dr. Ute Scholl (Foto: DFG/ David Ausserhofer )

Am Mittwoch, den 03.05.2017, wurde Jun.-Prof. Dr. Ute Scholl aus der Klink für Nephrologie des Universitätsklinikums Düsseldorf gemeinsam mit drei weiteren Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftlern mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. 

Überreicht wurde die Auszeichnung von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist mit je 20.000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.

Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen: Als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen. Benannt ist er seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973–1979) er erstmals vergeben wurde. In einer Umfrage wählten die großen Forschungsorganisationen Deutschlands den Heinz Maier-Leibnitz-Preis neben seiner Funktion als wichtigsten Nachwuchspreis zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis in Deutschland überhaupt – nach dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. 

Prof. Scholl wurde 1983 in Aachen geboren. Sie studierte von 2001 bis 2007 Humanmedizin an der RWTH Aachen. 2007/2008 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neurophysiologie der Medizinischen Hochschule Hannover. 2008 erfolgte die Promotion. Als Postdoc resp. Visiting Scholar war Prof. Scholl dann bis 2013 am Department of Genetics der Yale University, New Haven, Connecticut, USA, tätig. Ihr Forschungsgebiet ist die Hypertonie, vor allem zu deren (Prä-)Disposition bei genetischen Defekten an Ionenkanälen und Ionentransportern. Scholls Forschungen trugen maßgeblich dazu bei, jene hormonellen Degenerationsvorgänge zu verstehen, die zu sekundärer Hypertonie mit Folgen wie kardialer Durchblutungsstörung oder Schlaganfall führen. So hieß es in der Laudatio zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis: „Professorin  Dr. Ute Scholl  ist  bereits  in  jungen  Jahren  als  führende Forscherpersönlichkeit auf  dem  Gebiet  der  Bluthochdruckerkrankungen und  der  Endokrinologie  national  und  international  anerkannt.  Ihre  Arbeiten  haben  die  Diagnostik  und  Therapie  für  Bluthochdruckpatientinnen  und -patienten  verbessert  und  besitzen weitreichende  Bedeutung  für  unser  Gesundheitssystem.“

Seit 2014 ist Scholl Juniorprofessorin für Experimentelle Nephrologie und Hypertensiologie an der Universität Düsseldorf, 2016 war sie stellvertretende Sprecherin des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Walter-Clawiter-Preis und dem Ingrid zu Solms-Wissenschaftspreis.
 

Feierliche Übergabe in Berlin durch die Bundesforschungsministerin: Prof. Dr. Johanna Wanka (links) mit Jun.-Prof. Dr. Ute Scholl (Foto: DFG/ David Ausserhofer )