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Demenzversorgung

Neues Demenznetzwerk in Fürth geplant

10.04.2017
Teilnehmer der Auftaktveranstaltung bei der gemeinsamen Arbeit. (Foto: WLH)

In Fürth haben sich Akteure aus dem Bereich der Demenzversorgung an der Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) getroffen, um sich über die Herausforderungen, Situation und Entwicklungsmöglichkeiten in der Diagnostik, Behandlung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz und in der Unterstützung ihrer pflegenden Angehörigen in Fürth auszutauschen.

Derzeit leben in der Stadt Fürth zirka 1900 Menschen mit einer demenziellen Erkrankung (Stand 2012). Bis 2032 wird ein Anstieg um 53 Prozent auf zirka 2900 betroffene Menschen prognostiziert (Gesundheitsreport Bayern 2014). Hausärzte, Beratungseinrichtungen, Altenheime, Krankenhaus, Pflegedienste und viele andere Einrichtungen und Dienste sind bereits im Arbeitsalltag mit dem Thema konfrontiert, allerdings fehlt es an einer Plattform, sich gemeinsam mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen.

Auf Initiative der Vorstände des Ärztenetzes Fürth Stadt & Land, Herrn Dr. Jobst und Dr. Sohn, des Runden Tisches der Südstadt, Frau Süß und Frau Böttcher, der Gesundheitsregion Plus, Frau Göttlein und der WLH, Prof. Richter wurde im Wintersemester im Rahmen eines Studierendenprojektes die Durchführung eines ersten Treffens sowie eine Informationsseite über Fürther Angeboten auf der Informationsplattform www.gesundheit-in-fuerth.de konzipiert und vorbereitet.

Ziel des Treffens, an dem mehr als 35 Vertreter verschiedener Organisationen teilgenommen haben, war der Austausch über die aktuelle Versorgungssituation und über bestehende Herausforderungen aus Sicht der Professionellen sowie Überlegungen zur Entwicklung eines Demenznetzwerks. Hauptergebnisse der Diskussion waren:
• Es gibt vielfältige Probleme in der Demenzversorgung, die zu lösen sind.
• Es wurden zahlreiche gute Ideen zur Verbesserung der Versorgungssituation von Menschen mit Demenz diskutiert.
• Auch gab es bereits konkrete Lösungsansätze.
• Einhellig herrschte großes Interesse an mehr Vernetzung und interdisziplinärem und intersektoralem Austausch innerhalb der Fachgremien und Organisationen.
• Die Gründung eines Demenznetzwerks wird von allen Teilnehmer*innen sehr be-grüßt.

Im Herbst dieses Jahres ist das nächste Treffen zur Gründung des Demenznetzwerks geplant. Die Runde ist offen für weitere Interessierte und in der Versorgung von Menschen mit Demenz Aktive. Ansprechpartnerin bei Fragen und Interesse ist Eva Göttlein von der GesundheitsregionPlus Fürth.
 
 

Teilnehmer der Auftaktveranstaltung bei der gemeinsamen Arbeit. (Foto: WLH)