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DOG-Jahresempfang

Augenleiden: Die vergessenen Volkskrankheiten

14.03.2017
Illustration: © Coloures-pic – Fotolia.com

Der demografische Wandel wird auch über den AAD-Kongress hinaus ein zentrales Thema der deutschen Augenheilkunde bleiben. Die DOG widmet ihren Jahresempfang diesmal vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft den „vergessenen Volkskrankheiten“ – den Augenleiden.

„Augenleiden. Die vergessenen Volkskrankheiten“ lautet die Themensetzung des DOG-Jahresempfangs 2017 am 30. März in Berlin. „Wie lassen sich Erblindungen vermeiden?“ wird im Untertitel als Frage angefügt. Schirmherr des Empfangs ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich, Mitglied im Gesundheitsausschuss.

Zunächst wird die DOG aktuelle Zahlen und Fakten zur Prävention, Früherkennung und Versorgung weit verbreiteter Augenerkrankungen  vorstellen, um dann mit ihren Gästen zu diskutieren, wie bestehende Probleme gelöst werden können und welche politischen Rahmenbedingungen dafür gesetzt werden müssten.
Das Impulsreferat hält DOG-Generalsekretär Prof. Thomas Reinhard. Gäste der anschließenden Podiumsdiskussion sind neben dem Schirmherrn die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar, ebenfalls Mitglied im Gesundheitsausschuss, Franz Knieps, Vorstand des BKK-Dachverbandes, Prof. Jürgen Pauletzki vom Bereich Verfahrensentwicklung im Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG), und Prof. Christian Ohrloff als Vertreter der Stiftung Auge der DOG.

Schon heute, so heißt es im Grußwort der Einladung, leiden rund 18 Millionen Deutsche an einer der Augenvolkskrankheiten Katarakt, Glaukom, Diabetische Retinopathie oder AMD. Diese Zahl werde sich aufgrund der demografischen Entwicklung bis 2030 nochmals deutlich erhöhen. Prävention, Früherkennung und bestmögliche Versorgung augenkranker Menschen würden daher immer wichtiger, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden sowie Selbstständigkeit, Mobilität und soziale Teilnahme auch im Alter zu ermöglichen.
„Die medizinischen Mittel zur Behandlung von Augenkrankheiten stehen zur Verfügung", betont die DOG, "trotzdem fehlt Menschen in bestimmten Regionen oder Lebenssituationen der Zugang zur Diagnostik und Therapie – nicht nur in Ländern der Dritten Welt, sondern auch in Deutschland.“
 

Illustration: © Coloures-pic – Fotolia.com