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Jahresabschluss-Pressekonferenz

Zeiss-Gruppe erzielt Rekordumsatz und -ergebnis

22.12.2016
Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. Foto (Archiv): © Carl Zeiss AG

Die Zeiss-Gruppe teilte auf ihrer Jahresabschluss-Pressekonferenz mit, dass sie im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2015/16 (Bilanzstichtag: 30.09.2016) dank Umsatz und Gewinn auf Rekordniveau "das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte" erzielt habe.

Der Umsatz erreichte demnach 4,881 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,511 Mrd. €), was einem Plus von acht Prozent entspreche. Das EBIT stieg mit 615 Millionen Euro deutlich über den Vorjahreswert (369 Mio. €). Die EBIT-Marge liegt bei 13 Prozent. Der Auftragseingang überschreitet zum ersten Mal die Schwelle von fünf Milliarden Euro.
Das Geschäftsjahr 2015/16, so hieß es, sei „das bislang erfolgreichste“ für die Gruppe gewesen. „Unsere Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit entfalten nun eindrucksvoll ihre Wirkung. Unser gesamtes Portfolio trägt zum positiven Ergebnis bei. Alle unsere Geschäfte konnten auf hohem Niveau zulegen“, sagt Prof. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. „Wir wachsen – auch bei einer zum Teil verhaltenen Entwicklung im Halbleitermarkt und einer abnehmenden Dynamik in den Schwellenländern.“

Positive Entwicklung aller Sparten
Innerhalb der Sparte Research & Quality Technology (+8%) profitierte der Unternehmensbereich Industrial Metrology besonders vom starken Automobilmarkt und seinen Lösungen im Bereich Industrie 4.0. Der Unternehmensbereich Microscopy schaffte den „Turnaround“ und ging wieder auf Wachstumskurs. Die Sparte Medical Technology (nicht identisch mit Carl Zeiss Meditec AG) setzte sich auf dem stark umkämpften Gesundheitsmarkt durch und baute ihre führende Position weiter aus (+7%). Durch erfolgreiche Produkteinführungen konnte auch die Sparte Vision Care/Consumer Products kräftig wachsen (+8%).
Obwohl sich im Geschäftsjahr 2015/16 am Halbleitermarkt noch kein nachhaltiger Aufschwung abgezeichnet hätte, so teilte die Gruppe weiter mit, habe die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) wieder wachsen können (+9%).

„Die guten Zahlen zeigen auch deutlich, dass wir mit unserem breiten Portfolio in den zentralen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert sind und weltweit die Erwartungen unserer Kunden erfüllen. Wir haben unsere Agenda 2016 erfolgreich umgesetzt und sind heute deutlich moderner, globaler und dynamischer aufgestellt“, so Kaschke. „Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortführen und weiterentwickeln, um so unseren wirtschaftlichen Wachstumskurs und unseren technologischen Führungsanspruch im Bereich Optik und Optoelektronik weiter zu untermauern.“

Einige Kennzahlen
Knapp 90 Prozent des Umsatzes erzielt Zeiss nach eigenen Angaben außerhalb Deutschlands. Besonders erfolgreich sei man im Geschäftsjahr 2015/16 in der Region Asien/Pazifik (APAC) mit einem Umsatz von 1,123 Milliarden Euro gewesen. Das entspreche einem währungsbereinigten Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr (953 Mio. €). Alleine in China habe der Umsatz bei 504 Millionen Euro (Vorjahr: 390 Mio. €) gelegen. Weltweit sei die Gruppe mit Direktgeschäften in Schwellenländern währungsbereinigt um 16 Prozent auf 995 Millionen Euro (Vorjahr: 883 Mio. €) gewachsen.
Auch im Geschäftsjahr 2015/16 lagen die Gesamtausgaben laut Unternehmensmitteilung für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten „weiterhin auf dem hohen Niveau des Vorjahres“. Nach Zuschüssen und Beteiligung Dritter an den Aktivitäten verbleibe in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Nettoaufwand von 436 Millionen Euro (Vorjahr: 466 Mio. €).
Die Zahl der Mitarbeiter stieg um zwei Prozent. Zum Bilanzstichtag arbeiteten demnach weltweit 25.433 Mitarbeiter für Zeiss (Vorjahr: 24.946). Mit über 560 neuen Mitarbeitern verzeichnete die Region APAC den stärksten Zuwachs. Dort erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auf 4788 (Vorjahr: 4227).

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/17
Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2016/17, so hieß es abschließend, erwarteten „ein moderates weltweites Wirtschaftswachstum“. Die Wachstumsdynamik werde in einigen Schwellenländern etwas nachlassen, global gesehen würden diese Märkte aber weiterhin deutlich wachsen. Auch wenn bestimmte Entwicklungen - wie etwa der steigende Protektionismus - Sorge bereiteten, wage Zeiss einen positiven Ausblick: „Wir bleiben in unserer Zielsetzung auf Wachstumskurs ausgerichtet. Dies wird uns gelingen, nicht zuletzt weil unser Portfolio gut ausbalanciert ist und weil wir unsere Agenda 2020 und damit unsere Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fortführen“, so Kaschke. „2016/17 gehen wir insgesamt von einem leichten Umsatzplus und einer in etwa vergleichbaren EBIT-Rendite aus.“
 

Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. Foto (Archiv): © Carl Zeiss AG