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Honorar-Diskussion

Deutsche Ärzteverbände fordern Ende der Budgetierung

16.05.2017
Foto: © vulkanismus - fotolia.com

Die Allianz Deutscher Ärzteverbände unterstützt die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen des Konzeptes „KBV 2020“, die Budgetierung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütungen aufzuheben.

Die zukünftige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland wird ganz überwiegend in ambulanten Versorgungsstrukturen erfolgen und das sei auch von der Bevölkerung so gewünscht, heißt es in einer Stellungnahme der Allianz.

Die bisherige Ausrichtung der ambulanten Vergütungssystematik mit einem seit Jahren gedeckelten Budget, das den niedergelassenen Haus- und Fachärzten feste Preise für erbrachte Versorgungsleistungen vorenthält, sei anzupassen, so die Forderung. Das ärztliche Berufsbild werde nur dann attraktiv bleiben, wenn erbrachte Leistungen mit einer angemessenen Honorierung einhergehen. Diese ärztliche Forderung aufrecht zu erhalten, sei die selbstbewusste Aufgabe aller ärztlichen Körperschaften und Verbände.

"Die doppelte Rabattierung – durch die Budgetierung einerseits und durch die Krankenkassen-Rabatt-Gebührenordnung „EBM“ andererseits – ist überfällig und zudem eines der größten Hindernisse für den ärztlichen Nachwuchs bei dem Weg in die Niederlassung", konstatierte die Alllianz deutscher Ärzteverbände.

Die in der Allianz zusammengeschlossenen Ärzteverbände unterstreichen dabei "das im Konzept 'KBV 2020' sinnvoll gewählte konstruktive Miteinander zwischen dem Kollektivvertrag auf der einen Seite und dem Selektivvertrag auf der anderen Seite". Bereits etablierte Selektivverträge verdeutlichten, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisteten und auch zukünftig leisten werden. Der Versorgungssektor der Selektivverträge sei daher als tragende Säule der Gesundheitsversorgung nachhaltig neben dem Kollektivvertrag zu stärken und auszubauen, heißt es weiter.

Mitglieder der Allianz Deutscher Ärzteverbände sind der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI), der Bundesverband der Ärztegenossenschaften e.V. (BVÄG), die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände e.V. (GFB), der Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V., der MEDI GENO Deutschland e.V., der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und der NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

 

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