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Statt Abhängigkeit von China

Stärkung heimischer Antibiotikaproduktion verlangt

16.02.2017
Foto: © unlimit3d - fotolia.com

Der Pharmaverband Pro Generika hat angesichts der jüngsten Lieferengpässe eine Stärkung der heimischen Antibiotikaproduktion angemahnt. Man müsse neu über die Versorgungssicherheit in Deutschland nachdenken, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Pro Generika, Markus Leyck Dieken, am Dienstag in Berlin.

Studien zeigten, wie sehr die Antibiotikaversorgung in Deutschland bereits am Tropf chinesischer Hersteller hänge, so Leyck Dieken weiter. Diese halten demnach bereits wesentliche Teile der gesamten Weltmarktproduktion. Falle eines dieser Unternehmen aus, seien Versorgungsengpässe die logische Folge. «Angesichts weltweit zunehmender geopolitischer Spannungen sollten wir sicher stellen, dass der Erste Hilfe Koffer im Ernstfall in Europa steht», sagte Leyck Dieken.

Als größte Hürden gelten nach Darstellung der Beratungsfirma Roland Berger die hohen Investitions- und Produktionskosten und die sehr niedrigen Preise für Antibiotika in Deutschland.

Pro Generika hat nach eigenen Angaben im Pharmadialog der Bundesregierung bereits auf das drängende Problem des Kostendrucks bei lebenswichtigen Arzneien hingewiesen. Allerdings sei der Abschlussbericht in Absichtserklärungen stecken geblieben. (dpa)

 

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