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Molekulare Tests in NSCLC-Studien

Flaschenhals Zentrallabor

13.04.2017
Foto: © science photo - fotolia.com

Während Tests auf Biomarker in vielen Studien zum nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) von großer Bedeutung sind, zeigt eine kürzlich veröffentlichte Arbeit aber, dass Wartezeiten in Erwartung der Ergebnisse aus dem Zentrallabor den Behandlungsbeginn entscheidend verzögern können. 

Dies könne im Sinne der fraglichen Studien sogar zur Untauglichkeit der jeweiligen Patienten führen, berichten die Autoren. 

Lohnender für nicht wenige Patien­ten wäre ihrer Meinung nach eine Therapie auf der Grundlage eines vernünftig validierten Tests vor Ort mit einer nachträglichen Untersuchung auf einen zentralen Biomarker, um die Integrität der Studie zu gewährleisten. 

Die Arbeitsgruppe um Erstautorin Anniek Vrancken von der Pneumologischen Klinik und Leuven Lung Cancer Group von der Universitätsklinik KU Leuven prüften ihre prospektive Datenbank zu allen Fällen, in denen zwischen März 2011 und Oktober 2014 ein molekularer Test durchgeführt wurde, um zu bestimmen, ob Patienten sich für die Teilnahme an einer Studie zum fortgeschrittenen NSCLC eigneten. 250 Patienten wurden für eine Teilnahme an Untersuchungen auf der Grundlage von Biomarkern in Betracht gezogen.

In 23 Fällen wurde keine weitere Analyse durchgeführt, während bei 20 Patienten die zentrale Biomarker-Analyse mit negativem Ergebnis verlief. Für 207 Patienten (83 %) lagen schließlich Ergebnisse vor. Bei 91 von 227 (40 %) der verschickten Proben wurde ein Biomarker von Interesse festgestellt. Dies führte zum Einschluss von 34 Patien­ten (15 %) in die klinische Studie. Die durchschnittliche Wartezeit zwischen der Einverständniserklärung der Patienten und der Bitte um Gewebeproben aus dem pathologischen Labor und dem Erhalt der Biomarker-Ergebnisse lag bei 24,4 Kalender­tagen.

 

Foto: © science photo - fotolia.com