Anzeige
Anzeige
„IGeL-Monitor"

SpiFa gegen pauschales „Ärzte-Bashing"

17.02.2017
Albring
Genervt vom ständig wiederkehrenden Arzt-Beschimpfungs-Ritual: Dr. Christian Albring, Vorstand des SpiFa. Foto: Andreas Schoelzel / SpiFa

Vor dem Hintergrund des neuerlich veröffentlichten „IGeL-Monitor" wehrt sich der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) gegen pauschales „Ärzte-Bashing".

Erneut waren die meisten „individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL) negativ bewertet und die Ärzte verdächtigt worden, ihren Patienten unnötige Leistungen zu verkaufen. „Unabhängig in wessen Auftrag und mit welchem Ziel die gesetzlichen Krankenkassen oder ihr angegliederte Strukturen über Jahre hinweg generalisiert Ärztebashing betreiben, können wir nur immer wieder darauf hinweisen, dass es fachärztliche Leistungen gibt, die über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen und dem Patienten zur Verfügung gestellt werden können und oft sogar müssen, um eine leitliniengerechte Behandlung der Versicherten zu ermöglichen", betont der SpiFa in einer aktuellen Mitteilung.

Dr. Christian Albring, Vorstand des SpiFa, kommentiert: „Die wiederholte Generalverurteilung der gesamten Ärzteschaft, ihren Patienten Selbstzahlerleistungen vom Praxispersonal geradezu aufdrängen zu lassen, verunsichert Patienten, sät Misstrauen und beschädigt das Arzt-Patienten-Verhältnis. Die fachärztliche Aufklärung über Nutzen und Mehrwert von Selbstzahlerleistungen in jedem individuellen Fall ist für die Fachärzteschaft selbstverständlich.“

Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa, ergänzt: „Die negativen Ausnahmen als 'Normalfall' zu bewerten, ist wenig zielführend und sollte auch nicht das Geschäft der Gesetzlichen Krankenkassen sein. Wir sind insbesondere darüber verwundert, dass Gesetzliche Krankenkassen den IGel-Bereich als Zugangsmöglichkeit von notwendigen Innovationen im Gesundheitswesen derart undifferenziert kritisieren und diffamieren, obwohl diese doch eine Vielzahl von Selbstzahlerleistungen anschließend in den GKV-Leistungskatalog übernommen wissen wollen beziehungsweise diese Leistungen als freiwillige Satzungsleistungen anbieten.“

(SpiFa/ms)
 

Genervt vom ständig wiederkehrenden Arzt-Beschimpfungs-Ritual: Dr. Christian Albring, Vorstand des SpiFa. Foto: Andreas Schoelzel / SpiFa