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Alter und neuer Direktor

Rübben nach Duisburg, Hadaschik Chef in Essen

19.04.2017
Rübben, Hadaschik
Ex-Essener Herbert Rübben, Neu-Essener Boris Hadaschik. Fotos: Helios, UKE

Der ehemalige Direktor des Universitätsklinikums Essen, Prof. Herbert Rübben, operiert jetzt unter seinem ehemaligen Schüler PD Dr. Frank vom Dorp als Chefarzt an der Helios-Marien-Klinik in Duisburg. Neuer Chefarzt ist Essen ist Prof. Boris Hadaschik aus Heidelberg.

Mit  Rübben hat einer der renommiertesten deutschen Uroonkologen seinen Dienst in der Duisburger Helios-Marien-Klinik aufgenommen. Seit kurzem ist der ehemalige Essener Uniklinikdirektor in der dortigen urologischen Abteilung gemeinsam mit vom Dorp als Chefarzt für den Schwerpunkt der uroonkologischen Beckenchirurgie verantwortlich.
 
Um für jeden Patienten den individuell besten Therapieplan zu erstellen, sei der "Zugriff auf die Strukturen eines Maximalversorgers wie im Helios-Klinikum Duisburg von Vorteil“, meint Rübben. Neben der medizinischen Versorgungsqualität sei ihm auch die menschliche Komponente sehr wichtig. „Mir gefällt das Verständnis vom Umgang mit Patienten, das hier gelebt wird“, sagt Rübben nach seinen ersten Tagen am neuen Einsatzort. Dass mit vom Dorp als Chefarzt der urologischen Klinik einer seiner ehemaligen Schüler sein Vorgesetzter werden würde, war für den gebürtigen Aachener kein Hindernis: „Wir schätzen uns sehr und es freut mich, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Von jetzt auf gleich für den Ruhestand das Skalpell fallen zulassen, kam für Rübben als ehemaliger Klinikdirektor nicht infrage. Deshalb nahm er das Angebot aus Duisburg gerne an, wenn auch mit einem etwas reduzierten OP-Plan.
 
Hadaschik hat als neuer Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinikum Essen zugleich die Professur für das Fachgebiet in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) übernommen. Im Zentrum seiner Forschung stehen Krebserkrankungen im Urogenitaltrakt. Dazu wird er in seinen Spezialgebieten Blase, Niere und Prostata onkologische Studien durchführen sowie neue diagnostische und therapeutische Technologien einsetzen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) ist geplant. Den Bereich der Kinderurologie möchte Hadaschik mit der Kinderklinik II langfristig stärken. Er war ab 2014 unter anderem stellvertretender Leiter der Urologischen Abteilung am Universitätsklinikum Heidelberg. Wissenschaftliche Studien führten ihn an Universitäten in den USA, Kanada und Ägypten. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

(ms)
 

Ex-Essener Herbert Rübben, Neu-Essener Boris Hadaschik. Fotos: Helios, UKE