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Medienpreis Endokrinologie

Journalistin für Testosteron-Beitrag ausgezeichnet

20.03.2017
Testosteron Formel
Testosteron: Nicht immer ist ein Mangel die Ursache für Beschwerden älterer Männer. Grafik: nataliya_rodenko - Fotolia.com

Die Journalistin Simone Einzmann, München, wurde für einen Beitrag zum Thema Testosteron in der Zeitschrift "Focus Gesundheit" mit dem Medienpreis der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) ausgezeichnet.

Der DGE-Medienpreis ist mit 2000 Euro dotiert und wurde im Rahmen des 60. Kongresses für Endokrinologie am 16.03.2017 in Würzburg überreicht. Einzmann setzte sich gegen mehr als 20 eingereichte Wettbewerbsbeiträge durch.

Prof. Matthias M. Weber, Jurymitglied und Mediensprecher der DGE, bemerkt: „Die Themen reichten von Vitamin D über Zyklus-Apps, Doping im Freizeitsport bis hin zu Anti-Aging. Das journalistische Niveau war hoch und die Auswahl ist der Jury daher nicht leicht gefallen.“ Überzeugt hat die DGE-Experten dann schließlich der Beitrag „Testosteron: Ein Hormon auf dem Prüfstand“, erschienen am 05.04.2016. Die Autorin wendet sich darin einem hochbrisanten Thema zu. Sie thematisiert in ihrem Artikel die Gabe von Testosteron an Männer mittleren Alters, die um den Verlust ihrer Vitalität und Manneskraft fürchten. Das Verabreichen des männlichen Sexualhormons wird seit einigen Jahren auch in Deutschland heftig diskutiert: Ist es ein reines Lifestyle-Medikament oder ein geeignetes Mittel für eine wirkungsvolle Anti-Aging-Medizin? Wer soll und darf es nehmen? Und welche Risiken gibt es, wenn Männer, aus welchen Gründen auch immer, zusätzlich Testosteron nehmen?

Einzmann gelingt es nach Ansicht der Jury, das Thema differenziert und fachlich genau auszuloten. „Ihr Artikel trägt dazu bei, hartnäckige Mythen zu knacken, etwa die Vorstellung, es gäbe ‚Wechseljahre’ des Mannes. Die Symptome, die manche Männer um die 50 haben, gehen eben meist nicht mit einem Testosteronmangel einher, und das belegt die Autorin in ihrem Beitrag“, erklärt Prof. Helmut Schatz, Bochum, Mitglied der Jury und des DGE-Vorstands. Neben der verständlichen Darstellung überzeugte die Jury die Vielstimmigkeit des Artikels, in dem verschiedene Experten und Betroffene zu Wort kommen. Auch dass die Autorin denjenigen Männern, die unter Symptomen wie Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen oder Libidoverlust leiden, andere Strategien aufzeigt, wie beispielsweise Lebensstiländerungen und Sport, macht den Beitrag preiswürdig. „Die Probleme sind ja da, die Männer kommen nicht grundlos in die Praxis“, sagt Prof. Martin Reincke, Präsident der DGE. „Aber es ist wichtig, dass jeder Patient gründlich untersucht und Testosteron nur dann verschrieben wird, wenn ein wirklicher Mangel besteht. Der Artikel von Simone Einzmann hilft, dass sowohl die verantwortlichen Ärzte als auch die betroffenen Männer diesen Zusammenhang begreifen.“

Der DGE-Medienpreis wird auch im Jahr 2017/18 vergeben und richtet sich an Journalisten und Journalistinnen, die für Zeitungen oder Zeitschriften (Print oder Internet), Hörfunk oder Fernsehen arbeiten. Berücksichtigt werden Beiträge, die zwischen dem 16.02.2017 und dem 15.02.2018 publiziert wurden oder noch werden.

(DGE/ms)
 

Testosteron: Nicht immer ist ein Mangel die Ursache für Beschwerden älterer Männer. Grafik: nataliya_rodenko - Fotolia.com