Forschungsprojekt „NewGen-Stent“: Bayerische Forschungsstiftung fördert mit 221.300 €

Das For­schungs­pro­jekt „New­Gen-Stent“ von OTH Regens­burg, Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Regens­burg und FIT Pro­duc­tion GmbH, Lup­burg, wird von der Baye­ri­schen For­schungs­stif­tung mit 221.300 Euro geför­dert.

Den offi­zi­el­len För­der­be­scheid hat Finanz- und Hei­mat­staats­se­kre­tär Albert Füra­cker am 4. Sep­tem­ber in Lup­burg an Prof. Dr. Wolf­gang Bai­er, Prä­si­dent der OTH Regens­burg, über­reicht. Ziel der For­schung ist eine neue Fer­ti­gungs­me­tho­de für Stents zu ent­wi­ckeln und dadurch neue, ver­bes­ser­te Stents zum Ein­satz bei Herz­krank­hei­ten her­stel­len zu kön­nen.

Das breit gefä­cher­te För­der­pro­gramm der Baye­ri­schen For­schungs­stif­tung ermög­licht die Unter­stüt­zung von Tech­no­lo­gie­pro­jek­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen. Ergän­zend zur staat­li­chen For­schungs­för­de­rung för­dert die Stif­tung uni­ver­si­tä­re und außer­uni­ver­si­tä­re For­schungs­vor­ha­ben sowie die schnel­le Nut­zung wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se durch die Wirt­schaft.

Ich freue mich sehr, den Bewil­li­gungs­be­scheid für das For­schungs­pro­jekt New­Gen-Stent über­ge­ben zu kön­nen“, stell­te Finanz- und Hei­mat­staats­se­kre­tär Albert Füra­cker, stv. Mit­glied des Stif­tungs­rats der Baye­ri­schen For­schungs­stif­tung, bei der Über­ga­be des För­der­be­scheids der Baye­ri­schen For­schungs­stif­tung in Höhe von 221.300 Euro an Prof. Ulf Nos­ter, Ost­baye­ri­sche Tech­ni­sche Hoch­schu­le Regens­burg, im Rah­men eines Fest­akts am 4. Sep­tem­ber in Lup­burg fest. Beim geför­der­ten For­schungs­pro­jekt New­Gen-Stent arbei­ten die OTH Regens­burg, die FIT Pro­duc­tion GmbH und das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Regens­burg zusam­men.

Ent­wi­ckelt und vali­diert wird eine Her­stell­rou­te für Stents, die eine geziel­te ört­li­che Ein­stel­lung der Dicke der Ste­ge ermög­licht. Die Gefäß­auf­wei­tung kann durch kon­vex oder kon­kav geform­te Stents exak­ter gesteu­ert wer­den. Hier­durch soll das über die Län­ge inho­mo­ge­ne Expan­si­ons­ver­hal­ten bis­he­ri­ger Stents durch neue Her­stell- und Design­mög­lich­kei­ten ver­bes­sert wer­den. Ziel ist die Redu­zie­rung von Gefäß­ver­let­zun­gen durch den Stent.

Die Moti­va­ti­on für das For­schungs­pro­jekt erklärt Prof. Dr.-Ing. Ulf Nos­ter von der Ost­baye­ri­schen Tech­ni­schen Hoch­schu­le (OTH) Regens­burg: „Beim Ein­set­zen von Stents zur Auf­wei­tung zuge­setz­ter Gefäß­wän­de ent­ste­hen neben den über­wie­gend posi­ti­ven Effek­ten der Behand­lung lei­der auch ver­ein­zelt Gefäß­ver­let­zun­gen. Die­se gilt es mög­lichst zu mini­mie­ren. Im Ver­gleich zur kon­ven­tio­nel­len umform­tech­ni­schen Fer­ti­gung mit fol­gen­dem Laser­be­schnitt bie­tet die Addi­ti­ve Fer­ti­gung die Mög­lich­keit, gänz­lich neue Stent­geo­me­tri­en her­zu­stel­len. Dies soll im Pro­jekt New­Gen-Stent gezielt zum Design neu­er Stents genutzt wer­den. Die Gefäß­auf­wei­tung kann so exak­ter gesteu­ert und das Risi­ko von Gefäß­ver­let­zun­gen mini­miert wer­den.“

Carl Fruth, Geschäfts­füh­rer der FIT Pro­duc­tion GmbH, erläu­tert die wirt­schaft­li­chen Zie­le: „Wenn wir es schaf­fen, die Stents addi­tiv und mit den ange­streb­ten deut­li­chen Ver­bes­se­run­gen in der Anwen­dung zu fer­ti­gen, kön­nen wir uns ein zusätz­li­ches Stand­bein für addi­tiv gefer­tig­te Pro­duk­te auf­bau­en, die der gan­zen Bevöl­ke­rung nut­zen.“

Die Baye­ri­sche For­schungs­stif­tung hat seit ihrer Grün­dung im Jahr 1990 für 831 Pro­jek­te rund 550 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt. Gemein­sam mit den Co-Finan­zie­rungs­an­tei­len der baye­ri­schen Wirt­schaft wur­de damit ein Gesamt­pro­jekt­vo­lu­men von mehr als 1,2 Mil­li­ar­den Euro ange­sto­ßen.

Quel­le: StMFLH

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