Frankfurts neuer Lungenspezialist in Nationalem Beratungsgremium

Zum 1. Juni 2017 hat Prof. Ger­not Roh­de den Schwer­punkt Pneu­mo­lo­gie und All­er­go­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt über­nom­men. Jetzt hat ihn das Robert-Koch-Insti­tut (RKI) erneut in ein zen­tra­les Gre­mi­um zur Bekämp­fung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten beru­fen.

Ich freue mich dar­über, dass wir mit Prof. Roh­de einen aus­ge­zeich­ne­ten Pneu­mo­lo­gen für die Lei­tung des Lehr­stuhls für Pneu­mo­lo­gie und All­er­go­lo­gie gewon­nen haben. Sei­ne Exper­ti­se bedeu­tet einen gro­ßen Gewinn bei der Behand­lung respi­ra­to­ri­scher Infek­tio­nen“, erklärt der Ärzt­li­che Direk­tor und Vor­stands­vor­sit­zen­de des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Prof. Jür­gen Graf.

Schwer­punk­te wei­ter aus­bau­en

Unter Roh­de wird das Fach­ge­biet am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum wei­ter­ent­wi­ckelt. „Wir wer­den die Schwer­punk­te Tho­ra­xon­ko­lo­gie, die inter­ven­tio­nel­le pneu­mo­lo­gi­sche Endo­sko­pie, die pneu­mo­lo­gi­sche Inten­siv- und Beat­mungs­me­di­zin, das Feld der chro­ni­schen Atem­wegs­er­kran­kun­gen inklu­si­ve Asth­ma, COPD und Muko­vis­zi­do­se sowie der respi­ra­to­ri­schen Infek­tio­nen wei­ter aus­bau­en“, sagt Roh­de. Auch das Ange­bot zu intersti­ti­el­len Lun­gen­er­kran­kun­gen wird erwei­tert. Die­se Krank­hei­ten betref­fen das Zwi­schen­ge­we­be der Lun­ge und die Lun­gen­bläs­chen. „Wir schaf­fen ein inter­dis­zi­pli­nä­res Board für intersti­ti­el­le Lun­gen­er­kran­kun­gen, um auch für die­se Pati­en­ten opti­ma­le The­ra­pie­ent­schei­dun­gen zu sichern“, so Roh­de.

Auf­takt­sym­po­si­um „Pneu­mo­lo­gie 4.0“

Am 15. Novem­ber 2017 ver­an­stal­tet Prof. Roh­de ein Auf­takt­sym­po­si­um mit dem Titel „Pneu­mo­lo­gie 4.0“. Ziel der Ver­an­stal­tung ist es, einen Über­blick über die Zukunft der Pneu­mo­lo­gie natio­nal und inter­na­tio­nal zu geben, die Her­aus­for­de­run­gen zu dis­ku­tie­ren, die sich für den nie­der­ge­las­se­nen Bereich erge­ben, und einen Aus­blick auf die Kon­zep­te am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt zu gewäh­ren. Neben Prof. Tobi­as Wel­te wer­den mit den Kol­le­gen Dr. Mit­hat Koca, Dr. Joa­chim Makow­ski und Dr. Chris­ti­an von Mal­linck­rodt drei eta­blier­te nie­der­ge­las­se­ne Pneu­mo­lo­gen zu Wort kom­men. Im zwei­ten Teil wird Prof. Roh­de sich selbst sowie die Plä­ne für die Pneu­mo­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum vor­stel­len, bevor die Ober­ärz­te Dr. Chris­ti­na Smacz­ny, Dr. Wolf­gang Glei­ber und Dr. Achim Grü­ne­waldt die kon­kre­te Umset­zung für ihre Leis­tungs­ge­bie­te prä­sen­tie­ren.

Der Titel „Pneu­mo­lo­gie 4.0“ wur­de gewählt, da der Zusatz 4.0 in der Indus­trie für die Ver­zah­nung der Pro­duk­ti­on mit moder­ner Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik steht. Men­schen, Maschi­nen, Anla­gen, Logis­tik und Pro­duk­te kom­mu­ni­zie­ren und koope­rie­ren hier­bei direkt mit­ein­an­der. „Kom­mu­ni­ka­ti­on und Koope­ra­ti­on sind wesent­li­che Vor­aus­set­zun­gen für das Funk­tio­nie­ren unse­res Gesund­heits­we­sens und einer effek­ti­ven und per­so­na­li­sier­ten Pati­en­ten­ver­sor­gung.“ betont Roh­de. Das Auf­takt­sym­po­si­um soll ein Forum bie­ten für einen inten­si­ven Aus­tausch und eine gute Abstim­mung der an der der Ver­sor­gung von Pati­en­ten mit Lun­gen- und Atem­wegs­er­kran­kun­gen Betei­lig­ten.

Ein Fach­mann auf sei­nem Gebiet

Roh­de mach­te vor sei­nem Ein­tritt ins Frank­fur­ter Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum im Lau­fe sei­ner medi­zi­ni­schen Lauf­bahn Sta­ti­on in Bochum, Straß­burg, Lon­don, und Maas­tricht. Im Anschluss an sein Medi­zin­stu­di­um an der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum und der Uni­ver­si­tät Lou­is Pas­teur in Straß­burg absol­vier­te er sei­ne wis­sen­schaft­li­che Aus­bil­dung in Bochum unter der Lei­tung von Prof. Ger­hard Schult­ze-Wer­ning­haus, ehe­mals lei­ten­der Ober­arzt am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt. Nach Pro­mo­ti­on, Habi­li­ta­ti­on und Fach­arzt­aus­bil­dung für Inne­re Medi­zin und Pneu­mo­lo­gie sowie einer Juni­or­pro­fes­sur für Pneu­mo­lo­gi­sche Infek­tio­lo­gie folg­te Roh­de einem Ruf an die Uni­ver­si­tät Maas­tricht, an der er von 2011 bis 2017 als Asso­cia­ted Pro­fes­sor tätig war.

Neben sei­nen kli­ni­schen Auf­ga­ben wid­me­te sich Roh­de von Beginn sei­ner Kar­rie­re an inten­siv der For­schung, mit dem Haupt­in­ter­es­sen­ge­biet respi­ra­to­ri­sche Infek­tio­nen. Dabei absol­vier­te er einen ein­jäh­ri­gen For­schungs­auf­ent­halt am Impe­ri­al Col­le­ge in Lon­don in der Arbeits­grup­pe von Prof. Sebas­ti­an Johnston. Außer­dem ist Roh­de seit Jah­ren in zahl­rei­che inter­dis­zi­pli­nä­re und trans­la­tio­na­le Pro­jek­te und Koope­ra­tio­nen ein­ge­bun­den und konn­te umfang­rei­che Dritt­mit­tel­för­de­run­gen ein­wer­ben. Sein wis­sen­schaft­li­cher Out­put beläuft sich auf mehr als 100 Ori­gi­nal­pu­bli­ka­tio­nen, 25 Über­sichts­ar­bei­ten sowie zahl­rei­che Buch­bei­trä­ge und Edi­to­ri­als.

Seit 2009 ist Roh­de Vor­stands­vor­sit­zen­der der CAPNETZ Stif­tung und in die­ser Funk­ti­on Princi­pal Inves­ti­ga­tor im Deut­schen Zen­trum für Lun­gen­for­schung. Zudem ist Roh­de Grün­dungs­mit­glied von ISARIC einem inter­na­tio­na­len Kon­sor­ti­um für schwe­re aku­te Atem­wegs­in­fek­tio­nen (SARI) und Koor­di­na­tor des regio­na­len Hubs Euro­pa sowie Mit­glied des Vor­stan­des.

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