Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Neues Infomaterial der BZgA erhältlich

Ob Wan­dern, Pick­nick, Jog­gen oder Spie­len – wer sich in der Natur auf­hält, soll­te sich vor Zecken schüt­zen.

Zecken kön­nen ver­schie­de­ne Krank­hei­ten über­tra­gen: in Deutsch­land haupt­säch­lich die durch Bak­te­ri­en aus­ge­lös­te Lyme-Bor­re­lio­se sowie die Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME), die durch Viren ver­ur­sacht wird. Schutz vor FSME bie­tet eine Imp­fung. Zu den aktu­el­len FSME-Risi­ko­ge­bie­ten in Deutsch­land und über die Imp­fung gegen FSME infor­miert die Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung (BZgA) mit einem neu­en Pla­kat.

Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) emp­fiehlt allen Men­schen, die in einem FSME-Risi­ko­ge­biet beim Auf­ent­halt im Frei­en von Zecken gesto­chen wer­den könn­ten, einen Impf­schutz gegen FSME“, erklärt Dr. med. Heidrun Thaiss, Lei­te­rin der BZgA. „Las­sen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärz­tin bera­ten und Ihren Impf­schutz über­prü­fen. Mit dem Pla­kat der FSME-Risi­ko­ge­bie­te unter­stützt die BZgA die­se Impf­be­ra­tung.“ Risi­ko­ge­bie­te der FSME lie­gen in Deutsch­land vor allem in Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Süd­hes­sen und im süd­öst­li­chen Thü­rin­gen. Ein­zel­ne Risi­ko­ge­bie­te gibt es zudem in Mit­tel­hes­sen (Land­kreis Mar­burg-Bie­den­kopf), Rhein­land-Pfalz (Land­kreis Bir­ken­feld), im Saar­land (Saar-Pfalz-Kreis) und in Sach­sen (Vogt­land­kreis).

Die Haupt­über­tra­gungs­zeit der FSME liegt zwi­schen April und Novem­ber, bei mil­dem Wet­ter ver­ein­zelt auch im Win­ter. Im Jahr 2016 wur­den dem Robert Koch-Insti­tut (RKI) ins­ge­samt 348 FSME-Erkran­kun­gen gemel­det. Bei der Hälf­te der Betrof­fe­nen ent­zün­de­ten sich Hirn­häu­te, Gehirn oder Rücken­mark. Erwach­se­ne erkran­ken meist schwe­rer als Kin­der. Zum ers­ten Mal wur­de 2016 auch eine Über­tra­gung der FSME-Viren durch Roh­milch (Zie­gen­milch) in Deutsch­land beob­ach­tet.

Imp­fung bie­tet sichers­ten Schutz vor FSME

Der Auf­bau des Impf­schut­zes gegen FSME erfolgt mit drei Imp­fun­gen. Etwa zwei Wochen nach der zwei­ten Imp­fung, die ein bis drei Mona­te nach der ers­ten Imp­fung ver­ab­reicht wird, besteht in der Regel für meh­re­re Mona­te ein aus­rei­chen­der Schutz. Die drit­te Imp­fung erfolgt dann, je nach ver­wen­de­tem Impf­stoff, nach wei­te­ren 5 bis 12 bzw. 9 bis 12 Mona­ten.
Bei erneu­tem oder wei­ter­be­stehen­dem Anste­ckungs­ri­si­ko soll­te der FSME-Impf­schutz nach drei Jah­ren zum ers­ten Mal auf­ge­frischt wer­den. Die nach­fol­gen­den Auf­fri­schun­gen sind dann alle fünf Jah­re erfor­der­lich. Je nach ver­wen­de­tem Impf­stoff wird Erwach­se­nen ab 50 bzw. 60 Jah­ren emp­foh­len die Imp­fung alle drei Jah­re auf­zu­fri­schen. Wer kurz­fris­tig geschützt sein möch­te, kann mit einem ver­kürz­ten Schnell­sche­ma inner­halb von drei bis fünf Wochen einen Impf­schutz für ein bis andert­halb Jah­re auf­bau­en.

Zusätz­li­cher Schutz vor Zecken­sti­chen wich­tig

Da Zecken wei­te­re Krank­hei­ten wie die Bor­re­lio­se über­tra­gen kön­nen, soll­ten sich alle, die sich in der Natur auf­hal­ten, auch außer­halb von FSME-Risi­ko­ge­bie­ten vor Zecken schüt­zen – auch die­je­ni­gen, die einen Impf­schutz gegen FSME haben. Fes­tes Schuh­werk, lan­ge Hosen und lan­gärm­li­ge Ober­tei­le sowie Insek­ten­ab­wehr­mit­tel für Haut und Klei­dung sen­ken das Risi­ko, von in Gras, Gebüsch oder Unter­holz sit­zen­den Zecken gesto­chen zu wer­den. Nach einem mög­li­chen Kon­takt mit Zecken soll­ten Kör­per und Klei­dung sorg­fäl­tig abge­sucht und gefun­de­ne Zecken schnell ent­fernt wer­den.

Mehr Infor­ma­tio­nen zum The­ma:

Pla­kat mit FSME-Risi­ko­ge­bie­ten in Deutsch­land: https://​www​.bzga​.de/​i​n​f​o​m​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​/​i​m​p​f​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​p​e​r​s​o​e​n​l​i​c​h​e​r​-​i​n​f​e​k​tio…
Infor­ma­tio­nen zu FSME und zur Imp­fung: www​.imp​fen​-info​.de
Info­gra­fik „FSME-Risi­ko­ge­bie­te in Deutsch­land“: https://​www​.imp​fen​-info​.de/​m​e​d​i​a​t​h​e​k​/​i​n​f​o​g​r​a​f​i​k​en/
Erre­ger­steck­brief FSME (auch in Eng­lisch, Tür­kisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch und Ara­bisch erhält­lich): www​.infek​ti​ons​schutz​.de/​e​r​r​e​g​e​r​s​t​e​c​k​b​r​i​e​f​e​/​f​s​me/
Erre­ger­steck­brief Bor­re­lio­se (auch in Eng­lisch, Tür­kisch, Fran­zö­sisch, Rus­sisch und Ara­bisch erhält­lich): www​.infek​ti​ons​schutz​.de/​e​r​r​e​g​e​r​s​t​e​c​k​b​r​i​e​f​e​/​b​o​r​r​e​l​i​o​se/
Infor­ma­to­nen des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) zu FSME-Risi­ko­ge­bie­ten in Deutsch­land (Stand: April 2017) – Epi­de­mio­lo­gi­sches Bul­le­tin Nr. 17/2017: www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​E​p​i​d​B​u​l​l​/​A​r​c​h​i​v​/​2​0​1​7​/​1​7​/​A​r​t​_​0​1​.​h​tml

Kos­ten­lo­se Bestel­lung der BZgA-Mate­ria­li­en unter:
Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung, 50819 Köln
Online-Bestell­sys­tem: http://​www​.bzga​.de/​i​n​f​o​m​a​t​e​r​i​a​l​ien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order@​bzga.​de

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