Mesenchymale Stromazellen: Auf der Suche nach dem individuellen Erste Hilfe-Set

Wis­sen­schaft­lern der Dresd­ner Hoch­schul­me­di­zin ist es gelun­gen, ein Ver­fah­ren zu ent­wi­ckeln, um the­ra­peu­tisch hoch­po­ten­te Zel­len in gro­ßer Men­ge gewin­nen zu kön­nen.

Mesen­c­hy­ma­le Stro­ma­zel­len sind in den letz­ten Jah­ren zu den Impuls­ge­bern in der moder­nen Medi­zin avan­ciert. In vie­len Stu­di­en wird der­zeit unter­sucht, wel­che The­ra­pie­an­sät­ze mit die­sen beson­de­ren Zel­len der­zeit mög­lich sind. Im Fokus ste­hen dabei Erkran­kun­gen, die vor bezie­hungs­wei­se unmit­tel­bar nach der Geburt (feto-neo­na­ta­le Zeit) ihren Ursprung haben. Sie stel­len eine Haupt­ur­sa­che der Neu­ge­bo­re­nens­terb­lich­keit dar und sind dar­über hin­aus für vie­le Gesund­heits­pro­ble­me ver­ant­wort­lich. Mesen­c­hy­ma­le Stro­ma­zel­len spie­len ganz offen­sicht­lich eine ent­schei­den­de Rol­le in der Ent­ste­hung der Erkran­kun­gen Neu- und ins­be­son­de­re Früh­ge­bo­re­ner und stel­len ein viel­ver­spre­chen­des The­ra­peu­ti­kum dar. Dar­aus ergibt sich ein zuneh­men­der Bedarf, die Grund­la­gen­for­schung so aus­zu­wei­ten, dass eine erfolg­rei­che Trans­la­ti­on die­ses The­ra­pie­an­sat­zes – nicht nur im Bereich der feto-neo­na­ta­len Medi­zin – mög­lich wird.

Gemein­sam mit dem Exzel­lenz­clus­ter der TUD „Cen­ter for Rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pies Dres­den“ (CRTD) ist es dem For­schungs­be­reich Neo­na­to­lo­gie an der Kin­der­kli­nik des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Carl Gus­tav Carus Dres­den gelun­gen, eine umfang­rei­che Exper­ti­se auf dem Gebiet der rege­ne­ra­ti­ven The­ra­pi­en in der feto-neo­na­ta­len Medi­zin auf­zu­bau­en. Kürz­lich wur­de ein Ver­fah­ren ent­wi­ckelt und paten­tiert, mit wel­chem Mesen­c­hy­ma­le Stro­ma­zel­len in aus­rei­chen­der Anzahl in her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät aus der Nabel­schnur iso­liert wer­den kön­nen.

Die Arbeits­grup­pe hat eine För­de­rung durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie sowie die Euro­päi­sche Uni­on mit dem Euro­päi­schen Sozi­al­fonds ESF in Höhe von knapp einer Mil­li­on Euro erhal­ten, um in den kom­men­den zwei Jah­ren die Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen, aus­rei­chen­de Zell­pro­duk­te für kli­ni­sche Stu­di­en im Bereich der Sep­sis und der Trans­plan­tat-gegen-Wirt-Reak­ti­on zu pro­du­zie­ren.

Geför­dert durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie sowie die Euro­päi­sche Uni­on mit dem Euro­päi­schen Sozi­al­fonds ESF.

Quelle
Technische Universität Dresden
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