NEPLEX”-Konsortium zur schnelleren Erforschung von Nierenerkrankungen gegründet

Die Evo­tec AG hat eine stra­te­gi­sche Zusam­men­ar­beit mit füh­ren­den aka­de­mi­schen Ein­rich­tun­gen in Groß­bri­tan­ni­en und Ita­li­en im Bereich der Mikro­flu­i­dik-Tech­no­lo­gie bekannt­ge­ge­ben. Die­se umfasst auch die Dif­fe­ren­zie­rung indu­zier­ter pluri­po­ten­ter Stamm­zel­len („iPS-Zel­len”) und soll die Erfor­schung neu­ar­ti­ger Wirk­stof­fe zur Behand­lung von Nie­ren­er­kran­kun­gen vor­an­trei­ben.

Durch die Koope­ra­ti­on wer­den Schlüs­sel­tech­no­lo­gi­en von Evo­tec und aka­de­mi­schen Ein­rich­tun­gen mit­ein­an­der kom­bi­niert, um ein neu­ar­ti­ges Wirk­stoff­for­schungs­pro­dukt zu ent­wi­ckeln („Nephron-on-a-chip”). Die hoch­mo­der­ne, an der Cam­bridge Uni­ver­si­ty eta­blier­te Mikro­flu­i­dik-Tech­no­lo­gie wird mit der erst­klas­si­gen iPSC-Tech­no­lo­gie- und Nie­ren­ex­per­ti­se der Uni­ver­si­ty of Bris­tol, des Mario Negri Insti­tu­tes in Ber­ga­mo und von Evo­tec ver­knüpft.
Ziel des NEPLEX („NEPHRON-ON-A-CHIP WITH CELLULAR AND EXTRACELLULAR MATRIX COMPLEXITY”)-Konsortiums ist es, einen funk­tio­na­len Nephron-on-a-chip zu ent­wi­ckeln, der sowohl die Fil­tra­ti­ons- als auch die Resorp­ti­ons­flä­che der mensch­li­chen Nie­re wider­spie­gelt. Die funk­tio­na­len Nephro­nen wer­den auf voll­stän­dig cha­rak­te­ri­sier­ten mensch­li­chen Zell­li­ni­en sowie auf Nie­ren­zel­len basie­ren, die aus mensch­li­chen iPS-Zel­len gewon­nen wur­den. Prof. Moin Saleem und sei­ne Grup­pe von der Uni­ver­si­ty of Bris­tol wer­den huma­ne Nie­ren­zell­li­ni­en mit dem Schwer­punkt der Resorp­ti­on bereit­stel­len, Dr. Yan Yan She­ry Huang und ihr Labor der Uni­ver­si­ty of Cam­bridge wer­den den glome­ru­lä­ren Teil des Chips ent­wi­ckeln, Dr. Chris­to­dou­los Xina­ris und sei­ne Kol­le­gen vom Mario Negri Insti­tu­te wer­den mensch­li­che iPS-Zell­li­ni­en und Exper­ti­se bei­steu­ern.
 

Evo­tec setzt ihre hoch­mo­der­nen iPSC- und Nie­ren­er­kran­kungs­platt­for­men ein. Das Pro­dukt wird es bereits in der prä­kli­ni­schen Pha­se ermög­li­chen, Wirk­stoff­kan­di­da­ten an einem voll­stän­dig mensch­li­chen Nephron zu tes­ten und damit die Wirk­stoff­for­schung für Nie­ren­er­kran­kun­gen ver­bes­sern und beschleu­ni­gen.

Dr. Cord Dohr­mann, Chief Sci­en­ti­fic Offi­cer von Evo­tec, kom­men­tier­te: „Wir freu­en uns sehr, auf einem so span­nen­den Gebiet der Medi­zin mit drei füh­ren­den aka­de­mi­schen Ein­rich­tun­gen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Die Ent­wick­lung eines voll­stän­dig mensch­li­chen und funk­tio­nal organ­ty­pi­schen Sys­tems für die prä­kli­ni­sche Wirk­stoff­for­schung, das die Mög­lich­keit bie­tet, die mensch­li­che Gene­tik ein­zu­be­zie­hen, wird ein gro­ßer Schritt in Rich­tung indi­vi­dua­li­sier­ter und krank­heits­re­le­van­te­rer Wirk­stoff­kan­di­da­ten sein.”

Finan­zi­el­le Details wur­den nicht bekannt gege­ben.

Quelle
Evotec AG
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