Neuer Forschungs-Schwerpunkt in der Medizin: Starke Nerven

Neu­ro­lo­gi­sche und psy­chi­sche Erkran­kun­gen sind welt­weit auf dem Vor­marsch. Des­halb bün­delt die Medi­zi­ni­sche Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Duis­burg-Essen (UDE) ihre For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten zum neu­en Schwer­punkt „Trans­la­tio­na­le Neu­ro- und Ver­hal­tens­wis­sen­schaf­ten“. Koor­di­niert wird er durch Prof. Chris­toph Klein­schnitz, Direk­tor der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie, und Prof. Man­fred Sched­low­ski, Direk­tor des Insti­tuts für Medi­zi­ni­sche Psy­cho­lo­gie und Ver­hal­tens­im­mun­bio­lo­gie.

In den nächs­ten 25 Jah­ren die die Zahl der Pati­en­ten mit Ner­ven­er­kran­kun­gen wie Schlag­an­fall, Mul­ti­ple Skle­ro­se oder Par­kin­son ver­drei­fa­chen. Auch lei­den immer mehr Men­schen unter Demenz oder chro­ni­schen Schmer­zen, sind süch­tig oder depres­siv. Das Pro­blem: Obwohl sich die­se Volks­krank­hei­ten immer mehr aus­brei­ten, las­sen sie sich nur begrenzt the­ra­pie­ren.

Lei­der weiß man immer noch zu wenig über die grund­le­gen­den Mecha­nis­men, die zu einer neu­ro­lo­gi­schen oder psy­chi­schen Erkran­kung füh­ren. Für die Betrof­fe­nen ist das sehr belas­tend, auch weil Depres­si­ve oft als gar nicht rich­tig krank gel­ten“, erklär­te der Neu­ro­lo­ge Prof. Chris­ti­an Klein­schnitz: „Des­halb muss man ver­tie­fend und fach­über­grei­fend for­schen, um die kom­ple­xen Ursa­chen die­ser Ver­hal­tens­stö­run­gen und Erkran­kun­gen zu ver­ste­hen und neue The­ra­pie­an­sät­ze ent­wi­ckeln zu kön­nen.“

Die 17 Kli­ni­ken und vor­kli­ni­schen Insti­tu­te am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Essen sowie an LVR Kli­ni­kum Essen arbei­ten des­halb künf­tig noch enger zusam­men. Bereits heu­te wer­den hier zahl­rei­che Pati­en­ten behan­delt; dem­nächst kön­nen des­halb neu ent­wi­ckel­te The­ra­pie­kon­zep­te zügig über­prüft und umge­setzt wer­den.

Wegen der wech­sel­sei­ti­gen Bezie­hun­gen zwi­schen psy­chi­schen Pro­zes­sen, Ver­hal­ten und orga­ni­schen Erkran­kun­gen ist der neue Ver­bund auch für die ande­ren Schwer­punk­te der Medi­zi­ni­schen Fakul­tät der UDE rele­vant; zum Bei­spiel in der Ver­bin­dung von Immu­no­lo­gie und Infek­tio­lo­gie bei Mul­ti­pler Skle­ro­se, chro­ni­schen Schmer­zen, Depres­si­on oder Schlag­an­fall oder der Wech­sel­wir­kung zwi­schen Herz und Hirn mit dem Anknüp­fungs­punkt Gefäß­me­di­zin.

Quelle
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Mehr anzeigen
Close