Neuer Ratgeber zum irreversiblen Hirnfunktionsausfall

Die Gefahr einer Falsch­dia­gno­se beim irrever­si­blen Funk­ti­ons­aus­fall des Gehirns muss so gering wie mög­lich gehal­ten wer­den. Des­halb hat die Deut­sche Gesell­schaft für Neu­ro­In­ten­siv- und Not­fall­me­di­zin (DGNI) erst­mals einen umfas­sen­den Rat­ge­ber ent­wi­ckelt, der die wich­tigs­ten und häu­figs­ten Fra­gen rund um das The­ma Hirn­tod zusam­men­fasst.

Mit den gesam­mel­ten Erkennt­nis­sen füh­ren­der Wis­sen­schaft­ler kön­nen wir klä­ren­de Ant­wor­ten auf mög­li­che Feh­ler­quel­len bei der Dia­gno­se geben“, sag­te DGNI-Prä­si­dent Prof. Georg Gahn, Direk­tor der Neu­ro­lo­gi­schen Kli­nik am Städ­ti­schen Kli­ni­kum Karls­ru­he. Not­wen­di­ge Richt­wer­te und Qua­li­fi­ka­tio­nen wer­den eben­so bespro­chen wie Streit­fäl­le und Zusatz­dia­gno­sen. Auf der Web­sei­te der DGNI fin­den sich Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen zu Dia­gno­se­pro­ble­men des irrever­si­blen Funk­ti­ons­aus­falls des Gehirns.

Unter zahl­rei­chen Ärz­ten hat die vier­te Aktua­li­sie­rung der Richt­li­nie für die Dia­gnos­tik des irrever­si­blen Hirn­funk­ti­ons­aus­falls für Ver­un­si­che­rung gesorgt. Die DGNI hat aus die­sem Grund eine wis­sen­schaft­li­che Arbeits­grup­pe ins Leben geru­fen, die Mit­glie­der der Fach­ge­sell­schaft zu den Pro­ble­men mit der geän­der­ten Richt­li­nie befragt hat. „Sicher kann nicht jede indi­vi­du­el­le Situa­ti­on im Rah­men von Richt­li­ni­en berück­sich­tigt wer­den – sie erfor­dert auch eine Ein­ord­nung in den Gesamt­zu­sam­men­hang. Trotz­dem kön­nen wir mit unse­rer Umfra­ge und den dar­aus resul­tie­ren­den Ant­wor­ten etwas Sicher­heit im Umgang mit wie­der­holt auf­tre­ten­den Fra­ge­stel­lun­gen ver­mit­teln“, so Gahn.

DGNI-Team­ar­beit: „Wir wol­len den Kol­le­gen im All­tag hel­fen“

Die DGNI-Arbeits­grup­pe hat sich mit den zahl­rei­chen Fra­gen beschäf­tigt und Vor­schlä­ge für eine Beant­wor­tung der Fra­gen bezie­hungs­wei­se den Umgang mit die­sen Fra­gen im All­tag erar­bei­tet. „Wir als Neu­ro­In­ten­siv­me­di­zi­ner sind durch die neu­en Richt­li­ni­en in das Zen­trum der Dia­gnos­tik des irrever­si­blen Hirn­funk­ti­ons­aus­falls gerückt und hof­fen, mit unse­rem Rat­ge­ber-Bei­trag eine Hil­fe­stel­lung für den All­tag der Kol­le­gen leis­ten zu kön­nen“, sag­te DGNI-Prä­si­dent Gahn.

Betei­ligt waren an der Arbeit Prof. Andre­as Fer­bert (Kas­sel), PD Dr. Ste­fa­nie För­der­reu­ther (Mün­chen), Prof.r Uwe Wal­ter (Ros­tock) und Prof. Georg Gahn (Karls­ru­he). Unter­stützt wur­de die Grup­pe bei der Über­ar­bei­tung des Rat­ge­bers von Prof. Wolf­gang Müll­ges (Würz­burg) und Dr. Kat­ja War­ten­berg (Halle/Saale).

Quelle
Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin
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