Promotionspreis der LÄKH für Arbeit zu Kopf-Hals-Krebs

Der Pro­mo­ti­ons­preis der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hes­sen (LÄKH) 2018 geht an Dr. Frank Zie­mann für sei­ne Dis­ser­ta­ti­on „Zel­lu­lä­re Ursa­chen des unter­schied­li­chen Anspre­chens HPV-asso­zi­ier­ter und Noxen-indu­zier­ter Plat­ten­epi­thel­kar­zi­no­me der Kopf- und Hals­re­gio­nen auf eine kom­bi­nier­te Radio­che­mo­the­ra­pie“. 

Im Rah­men der Absol­ven­ten- und Pro­mo­ti­ons­fei­er des Fach­be­reichs Human­me­di­zin der  Uni­ver­si­tät Mar­burg am 2. Febru­ar über­reich­te der Prä­si­dent der Lan­des­ärz­te­kam­mer, Dr. med. Gott­fried von Knob­lauch zu Hatz­bach, den Preis an Zie­mann, der sein Stu­di­um der Human­me­di­zin von 2007 bis 2014 in Mar­burg absol­viert hat und seit­dem als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter in der Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie und Radioon­ko­lo­gie des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums tätig ist.

In sei­ner Arbeit unter­such­te Zie­mann, war­um zwei Grup­pen bös­ar­ti­ger Tumo­re der Kopf-Hals-Regi­on (Plat­ten­epi­thel­kar­zi­no­men), die Huma­nen Papil­lom­vi­rus (HPV) asso­zi­ier­ten Tumo­re und die durch schä­di­gen­de Sub­stan­zen wie Niko­tin und Alko­hol aus­ge­lös­ten Kar­zi­no­me, unter­schied­lich auf die kom­bi­nier­te Radio­che­mo­the­ra­pie anspre­chen. Zie­mann konn­te ver­schie­de­ne zel­lu­lä­re Mecha­nis­men auf­zei­gen, die die höhe­re The­ra­pie­emp­find­lich­keit HPV-asso­zi­ier­ter Tumo­re bedin­gen.

„Die Ergeb­nis­se die­ser For­schungs­ar­beit lie­fern wich­ti­ge Erkennt­nis­se für zukünf­ti­ge Stu­di­en und kön­nen dazu bei­tra­gen, neue ziel­ge­rich­te­te The­ra­pi­en zu eta­blie­ren. Daher ist es mir eine beson­de­re Freu­de, Herrn Zie­mann mit dem Pro­mo­ti­ons­preis der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hes­sen aus­zu­zeich­nen“, so von Knob­lauch zu Hatz­bach. Dar­über hin­aus sei eine Aus­zeich­nung immer auch eine Aner­ken­nung der per­sön­li­chen Leis­tung des Preis­trä­gers und sol­le vor­bild­haft auf­zei­gen, dass es Sinn mache, sich zu enga­gie­ren.

Mit dem im Jahr 1966 ein­ge­führ­ten Preis der hes­si­schen Ärz­te­kam­mer für die bes­te Dis­ser­ta­ti­on der Medi­zi­ni­schen Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­tä­ten Frank­furt, Gie­ßen und Mar­burg, der seit 2000 den Titel „Pro­mo­ti­ons­preis der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hes­sen” trägt, sol­len jun­ge Wis­sen­schaft­ler und Wis­sen­schaft­le­rin­nen in der Medi­zin geför­dert wer­den. Der mit 3.000 Euro dotier­te Preis wird jähr­lich ver­lie­hen. Bei der dies­jäh­ri­gen Preis­ver­ga­be folg­te das Prä­si­di­um der Lan­des­ärz­te­kam­mer dem Vor­schlag des Fach­be­reichs Medi­zin der Uni­ver­si­tät Mar­burg.

Quelle
Landesärztekammer Hessen
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