10 Jahre Sepsisforschung und Innovation – Das ZIK Septomics feiert Jubiläum20. November 2019 Mit fluoreszenzmikroskopischen Methoden wird am ZIK Septomics die Interaktion zwischen humanen Zellen und Sepsiserregern untersucht. ZIK Septomics (FSU) / Anna Schroll Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Septomics in Jena feiert sein zehnjähriges Bestehen. Auf einem Jubiläumssymposium diskutierten am Mittwoch (20. November 2019) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums und der internationalen Forschung mit namhaften Gästen der Politik – darunter Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, sowie die Leiterin des Referats „Nachhaltige regionale Innovationsinitiativen“ des BMBF, Dr. Gisela Philipsenburg. Themen sind die bisherigen Erfolge und aktuelle Aufgaben, die es im Bereich der Sepsisforschung noch zu lösen gilt. Sepsis ist nach wie vor eine der Hauptursachen für frühzeitigen Tod. Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 280.000 Menschen an dieser schweren, den gesamten Organismus umfassenden Infektion. Um eine Sepsis frühzeitig zu erkennen und damit auch erfolgreich behandeln zu können, wurde vor 10 Jahren von drei Jenaer Trägereinrichtungen das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Septomics gegründet. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), das Universitätsklinikum Jena (UKJ) und das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI) betreiben das ZIK Septomics gemeinsam in einem eigens vom Freistaat Thüringen dafür errichteten Gebäude auf dem Beutenberg-Campus Jena.Rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen erforschen seitdem, überwiegend finanziert vom BMBF, die molekularen Mechanismen der Sepsis und suchen nach neuen Möglichkeiten für Diagnose und Therapie. Dazu Prof. Dr. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ: „Unser systembiologischer Forschungsansatz bezieht Erreger und Wirt gleichermaßen ein. So haben wir wesentliche Erkenntnisse zur Pathophysiologie der Sepsis erzielen können. Die Translationalität, die Übertragung präklinischer Forschungsergebnisse in den klinischen Kontext und anders herum, spielt dabei eine zentrale Rolle.“ Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung invasiver Pilzinfektionen. Seit 2014 ist daher das Nationale Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen (NRZMyk) eng mit dem ZIK Septomics verknüpft. Es berät bundesweit Mediziner beim klinischen Management schwerer Pilzinfektionen. „Pilzinfektionen sind seit Jahren auch als Verursacher der Sepsis auf dem Vormarsch, insbesondere bei immungeschwächten Personen. Ohne die enge Kooperation von FSU, UKJ sowie Leibniz-HKI und die hervorragende Infrastruktur am Standort Jena wären die Erfolge in der Erforschung und Bekämpfung der Sepsis nicht möglich“, sagt der Direktor des Leibniz-HKI, Prof. Dr. Axel Brakhage, Lehrstuhlinhaber an der FSU und einer der Initiatoren des ZIK Septomics.
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