116. DOG-Kongress: Eter übergibt das Ruder an Cursiefen

Prof. Claus Cursiefen (Köln) ist der neue Präsident der DOG; neben ihm seine Vorgängerin Prof. Nicole Eter. Foto: Kaulard/Biermann Medizin

Auf der “Brücke” des DOG-Schiffes steht ein neuer Kapitän: Prof. Claus Cursiefen, Direktor der Universitätsaugenklinik Köln, hat am Sonntag im WCC Bonn von Prof. Nicole Eter (Münster) die Präsidentschaft übernommen.

“Das Schiff ist fest vertäut, keiner ist über Bord gegangen”, blickte Eter als scheidende Präsidentin auf den 116. Kongress der Fachgesellschaft zurück. Die schwere Kette, die sie ihrem Nachfolger Cursiefen überreichte, war allerdings keine Ankerkette, sondern die wortwörtlich gewichtige Präsidentenkette der DOG, von der Eter sich nach einem intensiven und arbeitsreichen Jahr nun auch wieder entlastet fühlen durfte. 

Eter ist nun 2. Vizepräsidentin der DOG und bleibt somit Mitglied des Geschäftsführenden Präsidiums. Neuer 1. Vizepräsident und damit DOG-Präsident des Amtsjahres 2019/2020 ist Prof. Hans Hoerauf, Direktor der Universitätsaugenklinik Göttingen. 

Eter hatte mit der DOG nicht nur den neuen Kurs Richtung Rheinland abgesteckt, sondern hatte mit dem 116. Kongress auch inhaltlich und strukturell einige neue Ziele angesteuert. So hat sie zum Beispiel zwei neue Formate initiiert: die Workshops mit Expertengesprächen und den “digital sunday” – ein Markt der Möglichkeiten zur persönlichen Kontaktaufnahme zwischen Nutzern und Anbietern digitaler Lösungen rund um Klinik und Praxis. 
Der inhaltlich neu gesetzte Schwerpunkt “Digitalisierung in der Augenheilkunde”, so ließ Eter erkennen, soll über den diesjährigen Kongress hinaus Thema der künftigen DOG-Kongresse bleiben, dann vielleicht als ein zusätzliches Thema, das alle vier Kongresstage begleitet.

Zunächst aber galt ihr Dank den vielen Unterstützern – angefangen beim DOG-Präsidium und der Geschäftsstelle über die Kongressorganisation Interplan bis hin zu ihrer “Münsteraner Crew” in der Uni-Augenklinik, die ihr für vieles den Rücken frei gehalten habe.
Ein ganz persönliches Dankeschön galt ihrem Vorgänger im DOG-Präsidentenamt, Prof. Thomas Kohnen (Frankfurt/M.), der ihr manch hilfreichen Tipp gegeben habe. Als Zeichen der Anerkennung überreichte sie ihm eine Flasche Wein, die ein ganz besonderes Etikett zierte: ein Visustest.

DOG 2019: “Augenheilkunde: unser Fach mit Zukunft”
“Innovativ, digital, sonnig” – so fasste der neue DOG-Präsident Cursiefen den 116. DOG-Kongress zusammen und er gab zu, dass er als Kölner Klinikdirektor schon bei diesem DOG-Ausflug an den Rhein gerne auf der “Brücke” gestanden hätte. “Sie haben eine tolle Werbung für das Rheinland gemacht”, zollte er Eter und ihrem Team seine Anerkennung.
Dann nahm Cursiefen sogleich Kurs auf Berlin, wo die DOG 2019 vom 26. bis 29. September wieder im bekannten Estrel Hotel “festmachen” wird. Das Motto des 117. DOG-Kongresses lautet “Augenheilkunde: unser Fach mit Zukunft”, verriet Cursiefen und setzte schon erste Leuchtbojen als Orientierungspunkte: Internationalisierung, Forschung zu “unmet needs”, Wettstreit um Nachwuchs und Ressourcen. (dk)