20-Jahre vernetzte Lymphomforschung: KML-Symposium bei DGHO-Jahrestagung stieß auf reges Interesse18. Oktober 2019 Referenten, DGHO-Ehrenmitglieder & Gäste des KML-Symposiums v.l.n.r.: M. Dreyling, A. Rosenwald, H.K. Müller-Hermelink, R. Hermann, V. Diehl, W. Hiddemann, N. Stein, M. Hallek, A. Neubauer, A. Engert Foto: © DGHO Service GmbH, Uli Regenscheit 2019 Mit einem ganz besonderen Symposium blickte das Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) am letzten Tag der DGHO-Jahrestagung in Berlin auf 20 Jahre gemeinsamer Lymphomforschung zurück. Unter dem Motto „Vernetzt forschen – Gut informiert entscheiden“ stellten Studiengruppenleiter aktuelle Studienkonzepte in prägnanten Speed-Reports vor und erläuterten, welch enorme Fortschritte in den vergangenen Jahren für Patienten mit Lymphomen erzielt wurden. Anschließend wurden drei herausragende Hämato-Onkologen als Ehrenmitglieder der DGHO geehrt – darunter Prof. Wolfgang Hiddemann und Prof. Hans Konrad Müller-Hermelink, die vor 20 Jahren zum Gründungskreis des KML gehörten. Prof. Michael Hallek (Uniklinik Köln) begann das Jubiläums-Symposium mit einem kurzweiligen Video, in dem langjährige Wegbegleiter des KML wichtige Visionen, Leistungen und Ziele des Kompetenznetzes auf den Punkt brachten und damit einen würdigen Auftakt für diese Veranstaltung schufen. Anschließend stellten KML-Studiengruppenleiter dar, wie sich die Lymphom-Therapien über die letzten zwei Jahrzehnte verändert haben und welche Therapiekonzepte aktuell von den Lymphom-Studiengruppen geprüft werden. So beschrieb Prof. Andreas Engert (Uniklinik Köln), Leiter der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (GHSG), wie seine Gruppe daran arbeite, die mit Heilungsraten von 80 Prozent erfolgreichen Hodgkin-Therapien zunehmend nebenwirkungsärmer zu gestalten. Prof. Hartmut Goldschmidt (Universitätsklinikum Heidelberg) und Leiter der German Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) sprach mit Blick auf die Studien der GMMG und der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (dsmm) davon, dass Patienten mit einem Multiplen Myelom vor 20 Jahren meist schnell an ihrer Erkrankung verstarben, während man heute vorsichtig über Heilungschancen sprechen könne. Prof. Martin Dreyling (Klinikum der Universität München) und Prof. Bertram Glass (Helios Klinkum Berlin-Buch) als Vertreter der German Lymphoma Alliance (GLA) stellten neue Studienkonzepte zu indolenten und aggressiven Lymphomen vor und betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit im Forschungsbereich der Non-Hodgkin-Lymphome. Den erheblichen Fortschritt für Patienten mit einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) stellte schließlich Prof. Michael Hallek als Leiter der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG) vor. Die Studien der Kölner Studiengruppe hätten insbesondere in den letzten Jahren maßgeblich zur Verbesserung der Therapieergebnisse von Patienten mit dieser Erkrankung beigetragen. Im zweiten Teil des Symposiums standen dann die Laudationen und Vorträge der DGHO-Ehrenmitglieder im Mittelpunkt. Die Laudatio auf Prof. Richard Hermann (Basel), der als sehr breit aufgestellter Hämatologe und Onkologe zunächst zu Lymphomen geforscht hatte und später solide Tumore in den Fokus seiner wissenschaftlichen Laufbahn gestellt hatte, hielt Prof. Andreas Neubauer aus Marburg. Mit Hiddemann, langjähriger Leiter der Deutschen Studiengruppe Niedrigmaligne Lymphome (GLSG) und ehemaliger Direktor der Medizinischen Klinik III am Klinikum der Universität München sowie Müller-Hermelink als Gründungsmitglied des Deutschen Referenzpanels für Lymphknotenpathologie und früherer Direktor des Instituts für Pathologie an der Universität Würzburg, wurden dann zwei Gründungsmitglieder des KML geehrt. Die Laudatoren – Hallek für Hiddemann und Prof. Andreas Rosenwald für Müller-Hermelink – beschrieben ihre ehemaligen Chefs als disziplinierte und sowohl fachlich als auch menschlich herausragende Persönlichkeiten. Das Jubiläums-Video: https://lymphome.de/mediathek/videos/20-jahre-kml/
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