Amerikanische Gesellschaft für Kinderradiologie ernennt Prof. Franz Wolfgang Hirsch zum Ehrenmitglied

Prof. Franz Wolfgang Hirsch (l.), leitender UKL-Kinderradiologie, erhält in Miami während der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Kinderradiologie die Ehrenmitgliedschaft der „Society of Pediatric Radiology“ (SPR) aus den Händen von SPR-Präsident Dr. Kassa Darge. (Foto: Society of Pediatric Radiology)

Prof. Franz Wolfgang Hirsch, Direktor des Instituts für Kinderradiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist von der amerikanischen Gesellschaft für Kinderradiologie (SPR) zum Ehrenmitglied ernannt worden. Sein Engagement, die Kinderradiologie in allen Belangen weiterzuentwickeln, sei außergewöhnlich, hieß es in der Begründung.

Die Society of Pediatric Radiology (SPR) ernennt in jedem Jahr ein Ehrenmitglied aus einem anderen Land. Die Wahl des deutschen Kinderradiologen begründet die SPR unter anderm damit, dass Hirsch in Sachen Innovation „um Jahre voraus“ sei, beispielsweise bei der Nutzung von Echtzeit-MRT-Untersuchungen, die in den USA noch völlig unbekannt seien. Hirsch ist der erste Deutsche, dem diese Ehrung zuteil wird.

Weitere Innovationen benannte der Präsident der SPR, Dr. Kassa Darge, in seiner Laudatio: So hätte die UKL-Kinderradiologie neue Technologien und Anwendungen wie das Lungen-MRT bereits erforscht und bis in den klinischen Routinebetrieb überführt, bevor sie in nordamerikanischen Kollegenkreisen überhaupt zum Thema wurden. Aus Leipzig stamme auch die weltweit erste Publikation zum Thema „Kinder und PET-MRT“. Auch das bereits seit mehreren Jahren in Leipzig am UKL eingesetzte Echtzeit-MRT beeindruckte die amerikanischen Kinderradiologen. In keiner einzigen ihrer Einrichtungen gebe es derzeit diese Möglichkeit. Mit Leipziger Unterstützung soll nun die kinderradiologische Echtzeit-MRT im Children´s Hospital of Philadelphia (CHOP) als amerikanisches Pilotprojekt etabliert werden.

Nicht London oder Rom, sondern Leipzig

Die Auszeichnung nahm Hirsch im April auf der SPR-Jahrestagung in Miami persönlich entgegen. „Ich bin froh und stolz über die Ehrenmitgliedschaft“, sagte der UKL-Experte. „Ich sehe dies als Würdigung unseres gesamten kinderradiologischen Institutes an, etwas, das mein ganzes Team betrifft. Sie ist auch ein klarer Ausdruck für die sehr guten strukturellen und technischen Voraussetzungen hier am UKL, die diese Arbeit und die internationale Wahrnehmung ermöglichen.“ Denn wahrgenommen werde es in der europäischen Kinderradiologen-Gemeinschaft, ist sich Hirsch sicher, wenn ein Leipziger die Ehrenmitgliedschaft erhalte und nicht etwa jemand aus London oder Rom. Dies öffne Türen. „Ich freue mich über die anhaltende positive Anerkennung für unser Institut“, sagte er.