73. Mosbacher Kolloquium: The World of RNAs – Principles and Applications8. November 2021 73. Mosbacher Kolloquium der GBM. © GBM e.V. Das jährliche Mosbacher Kolloquium der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM e.V.) findet traditionell in Mosbach/Baden statt. Hier wird die GBM gemeinsam mit den wissenschaftlichen Organisatoren Prof. Lennart Randau (Marburg), Prof. Gunter Meister (Regensburg), Prof. Cynthia Sharma (Würzburg), Prof. Mark Helm (Mainz) und Prof. Markus Landthaler (Berlin) zahlreiche renommierte nationale und internationale Sprecher zum Thema „The World of RNAs – Principles and Applications” begrüßen. Das 73. Mosbacher Kolloquium findet vom 31. März bis 2. April 2022 unter 2G Bedingungen in Präsenz statt. RNAs sind von grundlegender Bedeutung für alle Lebewesen und üben in deren Zellen äußerst vielfältige Rollen aus. Sie übertragen unter anderem genetische Information, haben katalytische Funktionen, dirigieren Proteine und kontrollieren regulatorische Netzwerke. In den letzten Jahren wurden mit modernen Systembiologie-Methoden komplexe Transkriptome analysiert und eine Vielzahl an neuen RNA-Klassen und RNA-Bindeproteinen entdeckt. Die zentrale Bedeutung von RNA in regulatorischen und sensorischen Prozessen wird immer besser aufgeklärt und geht mit der Entschlüsselung neuer biologischer Konzepte einher. Des Weiteren wurde in den letzten Jahren auch deutlich, dass die meisten RNA-Klassen durch eine Vielzahl an Modifikationen weiter verändert werden. Das sogenannte “Epitranskriptom” beschreibt diese durch posttranskriptionelle Modifikationen gesteuerte dynamische Regulierung der genetischen Informationsvermittlung und der Anpassung von RNA-Funktionen. Detailliertere Kartierungen des Epitranskriptoms zeigen, dass die Regulation bestimmter RNA-Modifizierungen eine bedeutende Rolle bei vielen Krankheiten spielt. Die Erkenntnisse dieser modernen RNA-Forschung weisen auch auf das große Potenzial von RNA für die Diagnostik und Behandlung von Krankheiten hin. Der Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19 stellt dabei ein hochaktuelles Beispiel von globaler Bedeutung dar. RNA-Moleküle werden als wichtige Bausteine für experimentelle Therapien gegen Bakterien, Viren, Krebs und unterschiedliche chronische Erkrankungen untersucht. RNA-basierte Therapeutika kommen bei seltenen Erbkrankheiten zum Einsatz und RNA-basierte Wirkstoffe befinden sich in ersten klinischen Studien gegen Alzheimer, Asthma, Diabetes, HIV, erhöhte Cholesterinwerte und Tumorbildung. Das 73. Mosbacher Kolloquium 2022 widmet sich sowohl der Erforschung von RNA-Funktionen und Modifikationen als auch der Anwendung von RNA in therapeutischen Ansätzen. Das Kolloquium bringt führende internationale Experten aus diesen Bereichen der RNA-Forschung zusammen. Ein Höhepunkt wird dabei die Feodor Lynen-Ehrenvorlesung von Susan Gottesman, einer Pionierin der Erforschung regulatorischer sRNAs in Bakterien, sein. Stefanie Dimmeler erhält die Otto Warburg Medaille und wird RNAs bei der Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen beschreiben. Weitere aktuelle Arbeiten werden von Konferenzteilnehmern in drei Postersessions und Kurzvorträgen vorgestellt. Junge Wissenschaftler sollen die Möglichkeit erhalten sich über die Fortschritte der gegenwärtigen RNA-Forschung und die Perspektiven für RNA-Therapien zu informieren. Die Junior-GBM organisiert zum 73. Kolloquium eine Session und die Veranstaltung “Meet the Prof”, die es Nachwuchswissenschaftlern ermöglicht, sich ungezwungen mit Vortragenden über Forschungs- und Karrieremöglichkeiten auszutauschen. Symposien und Sprecher Mechanisms and functions of regulatory RNAs Rotem Sorek, Rehovot, Il Sarah Woodson, Baltimore, USA Julius Brennecke, Wien, AT – invited no answer Nikolaus Rajewsky, Berlin, D -tbd Ribonucleoproteins Martin Jinek, Zurich, AT Elena Conti, Martinsried, D Dina Grohmann , Regensburg, D Susan Gottesman, Bethesda, USA (Feodor Lynen Lecture) Junior GBM Session Nina Papavasiliou, Heidelberg, D Thomas Tuschl, New York, USA Epitranscriptomics Andres Jäschke, Heidelberg, D Jean-Yves Roignant, Mainz, D Ann Ehrenhofer-Murray, Berlin, D Chuan He, Chicago, USA Michaela Frye, Heidelberg, D RNA Therapeutics Frank Slack, Boston, USA Stefanie Dimmeler, Frankfurt, D (Otto Warburg Preisträgerin 2022) Jörg Vogel, Würzburg, D Adrian Krainer, New York, USA Stefan Engelhardt, München, D
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