9,7 Mio. Euro für Forschung zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen

Die psychische Gesundheit junger Menschen steht im Fokus einer internationalen Studie mit Beteiligung des Max-Plack-Instituts für Psychiatrie. (Foto: © Markus Mainka – stock.adobe.com)

Forscher aus der ganzen Welt schließen sich in dem Projekt YOUTH-GEMS zusammen, um die Rolle von genetischen und umweltbedingten Faktoren für die psychische Gesundheit junger Menschen zu erforschen. Die Europäische Kommission hat 9,7 Millionen Euro dafür bewilligt. In Deutschland leitet Prof. Elisabeth Binder vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie das Teilprojekt zu den neurobiologischen Grundlagen.

Psychische Störungen sind das drängendste Gesundheitsthema für junge Menschen in Europa. Umso bedeutsamer ist es, frühzeitig Risikofaktoren zu identifizieren, um vor dem Auftreten einer psychischen Erkrankung aktiv werden zu können. Die Frage ist, wie genetische, epigenetische und Umweltfaktoren zusammenwirken und psychische Probleme bei jungen Menschen verhindern oder verursachen. Die Forschenden wollen die Entwicklung von Jugendlichen verfolgen, genetische und umweltbedingte Risikofaktoren ermitteln und Präventionsmodelle entwickeln.

Die Neurowissenschaftlerin und Epigenetik-Expertin Prof. Elisabeth Binder vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie leitet zusammen mit Jonathan Mills von der britischen Medical School der University of Exeter das Teilprojekt, das sich den neurobiologischen Grundlagen widmet. „Um eingreifen zu können, bevor junge Menschen eine psychische Erkrankung entwickeln, müssen wir die Grundlagen besser verstehen, damit wir Risikofaktoren identifizieren können“, fasst die Institutsdirektorin das Ziel zusammen.

YOUTH-GEMS (Gene Environment Interactions in Mental Health TrajectorieS of Youth) wird nicht nur neue Methoden der künstlichen Intelligenz sowie digitale Mobiltechnologie einsetzen, sondern vor allem ein internationales Netzwerk schaffen, um junge Menschen einzubinden. Der Austausch mit den jungen Leuten ist den Wissenschaftlern besonders wichtig.

Youth-GEMS wird gefördert im Rahmen des Programms “Europe Horizon – Staying Healthy: Towards a molecular and neurobiological understanding of mental health and mental illness for the benefit of citizens and patients”.