Abkehr von Laien-Tests statt Auftrag ans RKI23. August 2022 Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com Statt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit der Abrechnungsprüfung der Corona-Testzentren zu beauftragen, schlägt der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) vor, dass Coronavirus-Bürgertests bis zu deren vollständiger Abschaffung nur noch in ärztlich geleiteten Testzentren durchgeführt werden dürfen. Damit reagiert der BDL auf einen in der vergangenen Woche bekanntgewordenen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, der vorsieht, dass künftig das RKI statt der Kassenärztlichen Vereinigungen die Abrechnungen der Testzentren überprüft. „Für ärztliche Leistungen und ihre Abrechnung bestehen klare Regularien. Deren Einhaltung wird wirksam kontrolliert. Der Bundesgesundheitsminister sollte daher jetzt den nächsten Schritt machen und die Finanzierung gewerblicher Laien-Testzentren beenden. Das RKI hat andere Aufgaben und Kompetenzen als die Betrugsermittlung. Statt eine neue Baustelle zu eröffnen, sollte das RKI bestehende voranbringen, vor allem im Infektionsmonitoring“, so der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski. Bobrowski betont, dass es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass sich die Testqualität bei den von medizinischen Laien durchgeführten Bürgertests verbessert. Einiges spreche aber für weiter verschlechterte Arbeitsbedingungen der Teststellen-Mitarbeiter:innen unter dem Kostendruck der aktuellen Coronavirus-Testverordnung. „Es ist dann nur konsequent zu sagen, wer keine medizinische Qualifikation besitzt, darf nicht mehr andere Menschen testen“, fordert Bobrowski abschließend Konsequenzen aus den aktuellen Entwicklungen.
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