Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch haben keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko24. Februar 2026 Schwangerschaftsabbrüche und Fehlgeburten sind laut einer neuen Studie keine Risikofaktoren für Brustkrebs. (Bild: © ALLAI/stock.adobe.com) Vorausgegangene Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch waren in einer neuen finnischen Studie nicht mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs vor oder nach den Wechseljahren verbunden. Der potenzielle Einfluss von Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüchen auf das Brustkrebsrisiko ist weiterhin Gegenstand von Diskussionen. Viele frühere Studien waren klein und basierten auf Selbstangaben. Daher untersuchten Forschende aus Finnland in ihrer neuen Studie die Zusammenhänge zwischen Schwangerschaftsabbrüchen und Fehlgeburten mit dem Risiko für prä- und postmenopausalen Brustkrebs anhand finnischer Registerdaten. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica“ veröffentlicht. Die Forschenden analysierten Daten von 31.687 Frauen, die zwischen 1972 und 2001 eine Brustkrebsdiagnose erhalten hatten, und verglichen sie mit den Daten von 158.433 Frauen ohne Brustkrebs. Das Brustkrebsrisiko war bei Frauen mit und ohne vorangegangene Abtreibung vor und nach dem 50. Lebensjahr vergleichbar. Auch bei Frauen mit und ohne vorangegangene Fehlgeburt war das Risiko ähnlich. Darüber hinaus variierte das Brustkrebsrisiko weder signifikant in Abhängigkeit von der Anzahl der Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche noch vom Zeitpunkt der ersten Fehlgeburt bzw. des ersten Schwangerschaftsabbruchs. „Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche als potenzielle Risikofaktoren für Brustkrebs haben weiterhin Besorgnis ausgelöst und zur Verbreitung von Fehlinformationen geführt. In dieser Studie, die auf hochwertigen finnischen Registerdaten basiert, können wir diese Bedenken zuverlässig ausräumen“, so der korrespondierende Autor Dr. Oskari Heikinheimo von der Universität Helsinki und dem Universitätsklinikum Helsinki. „Schwangerschaftsabbrüche oder Fehlgeburten sind keine Risikofaktoren für Brustkrebs, selbst wenn mehrere vorliegen. Diese Information ist wichtig und beruhigend für Millionen von Frauen weltweit.“ Außerdem interessant zum Thema Brustkrebs: Wie eine frühe Schwangerschaft das Brustkrebsrisiko reduzieren kann Brustkrebs-Screening: KI-gestützte Mammographie führt zu weniger aggressiven und fortgeschrittenen Fällen
Mehr erfahren zu: "Menopause hinterlässt molekularen Fingerabdruck mit möglichem Hinweis auf Demenzrisiko" Menopause hinterlässt molekularen Fingerabdruck mit möglichem Hinweis auf Demenzrisiko Eine neue US-amerikanische Studie zeigt, dass Veränderungen bestimmter Proteine während der Menopause mit einem erhöhten Demenzrisiko im späteren Leben assoziiert sind.
Mehr erfahren zu: "Pränatale Depressionen erhöhen das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen" Pränatale Depressionen erhöhen das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen Kinder, deren Mütter vor der Geburt unter Depressionen leiden, zeigen häufiger bestimmte neurologische Entwicklungsstörungen – unabhängig davon, ob sie im Mutterleib Antidepressiva ausgesetzt waren. Dies geht aus einer Studie hervor, […]
Mehr erfahren zu: "Eine Gebärmuttertransplantation kann Frauen zu einer erfolgreichen Schwangerschaft verhelfen" Eine Gebärmuttertransplantation kann Frauen zu einer erfolgreichen Schwangerschaft verhelfen Eine US-amerikanische Übersichtsarbeit von 60 Gebärmuttertransplantationen zeigt hohe Raten an Schwangerschaften und Lebendgeburten. Gleichzeitig bleiben Frühgeburten und Schwangerschaftskomplikationen häufig.