ACRYSOF® IQ VIVITY® – PRESBYOPIEKORRIGIERENDE INTRAOKULARLINSE MIT X-WAVE™-TECHNOLOGIE

Abb. 1: Mit der Vivity® erreichen mehr Patienten auch ohne Brille ein gutes oder sehr gutes Sehvermögen als monofokal versorgte Patienten – sowohl bei Tageslicht als auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Daten nach [7].
Revolution in der Presbyopie-Korrektur

Mit seiner jüngsten Intraokular­linsen (IOL)-Innovation geht Alcon völlig neue Wege in der Presbyopie-Korrektur: AcrySof® IQ Vivity® ist die erste IOL mit der eigens entwickelten nicht diffraktiven X-WAVE™-Technologie. Sie ermöglicht Patienten ein qualitativ hochwertiges Sehen im Fern- und Intermediär­bereich sowie einen funktionellen Nahvisus für erhöhte Brillenunabhängigkeit. Gleichzeitig sind die visuellen Nebeneffekte – anders als bei diffraktiven Optiktechnologien – auf einem vergleichbar niedrigen Niveau wie dem einer Monofokallinse.

Immer häufiger pflegen Kataraktpatienten einen aktiven Lebensstil und wünschen sich mehr Brillenunabhängigkeit. Vor allem der Intermediär­bereich spielt dabei eine zunehmend wichtige Rolle – schließlich nutzt heute fast jeder PC, Tablets und Smartphones. Moderne diffraktive trifokale IOL ermöglichen einerseits eine äußerst zuverlässige Presbyopie­korrektur und verhelfen Patienten zu hoher Brillenunabhängigkeit über einen weiten Sehbereich von nah bis fern.1,2 Andererseits sind diffraktive Optiken in gewissem Umfang auch mit störenden photischen Phänomenen wie Halos, Glare und herabgesetzter Kontrastsensitivität assoziiert und daher nicht für alle Patienten geeignet.3 Das innovative, nicht diffraktive Optikdesign der Vivity® mit X-WAVE™-Technologie wurde entwickelt, um auch Patienten mit einem hohen Anspruch an ihre Sehqualität zu mehr Brillenunabhängigkeit verhelfen zu können. Zudem basiert Vivity®, die auch als torische Variante verfügbar ist, auf der bewährten AcrySof®-Plattform aus hydrophobem Acrylat, die sich durch eine langfristig gute Verträglichkeit, eine hohe Rotationsstabilität, eine sehr niedrige Nachstarrate sowie leistungsfähige UV- und Blaulichtfilter zum Schutz der Netzhaut vor energiereichem Licht auszeichnet.4–6

Kontinuierlich erweiterter ­Sehbereich mit exzellentem ­Fernvisus

Die Leistungsfähigkeit der AcrySof® IQ Vivity® wurde bereits vor Markteinführung in zwei wegweisenden klinischen Studien im Vergleich zur monofokalen AcrySof® IQ untersucht.7,8 Dazu wurde etwa je die Hälfte der fast 500 Patienten bilateral mit einem der beiden IOL-Typen versorgt und bis zu sechs Monate nachverfolgt. Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend: So erreichten die Vivity®-Patienten einen exzellenten Fern­visus – vergleichbar dem der monofokal versorgten Patienten – und zusätzlich einen über­legenen Intermediär- sowie einen funktionellen Nahvisus im Bereich von 40–50 cm. Dabei erwies sich die ­Vivity® als flexibel und verzeihend im Fernbereich und lieferte selbst bei Abweichungen von der Zielrefraktion innerhalb von 0,5 dpt einen binokularen Visus von 1,0 oder besser. Zudem erreichten Patienten bis in den Inter­mediärbereich hinein durchgehend einen fernkorrigierten Visus von mindestens 0,8 oder besser, mit dem selbst kleine Schriftgrößen (6 Punkt) gelesen werden können. Dementsprechend erlangten die Vivity®-Patienten auch bei einem mittleren Leseabstand von 66 cm bei verschiedenen Schriftgrößen eine flüssige (≥ 80 Wörter/Minute) und höhere Lesegeschwindigkeit als monofokal versorgte ­Patienten. Auch in unterschiedlichen Lichtbedingungen bleibt dieser im Vergleich zu einer Monofokallinse kontinuierlich erweiterte Sehbereich erhalten und ermöglicht Vivity®-Patienten mehr Unabhängigkeit von der Brille. So beurteilten die meisten Vivity®-Patienten ihre Sehqualität ohne Brille im Fern- und Intermediärbereich sowohl bei Tages- als auch bei ­Dämmerlicht als „gut“ oder „sehr gut“ (Abb. 1).

Visuelle Nebeneffekte vergleichbar gering wie bei einer Monofokallinse

Insbesondere diese subjektive Beurteilung der Sehqualität mit der ­AcrySof® IQ Vivity® durch die Patienten war ein entscheidender Eckpfeiler im Rahmen der Evaluierungsstudien. Daher wurden gemäß eines FDA-Leit­fadens zunächst zwei Fragebögen entwickelt und validiert, mit denen die wahrgenommene Sehqualität beziehungsweise visuelle Nebeneffekte zuverlässig erfasst werden können. Insgesamt zeigte sich, dass Vivity®-Patienten visuelle Nebeneffekte nur in einem vergleichbar geringen Umfang wie monofokal versorgte Patienten wahrnahmen und sich die meisten Vivity®-Patienten gar nicht durch visuelle Nebeneffekte wie zum Beispiel Halo, Starbursts oder Glare gestört fühlten, falls diese auftraten (Abb. 2a).

Abb. 2: Vivity-Patienten weisen vergleichbar geringe visuelle Nebeneffekte auf wie Patienten mit einer Monofokallinse. Daten nach [8].

Im Vergleich dazu induzieren diffraktive Optiken – quasi systemimmanent – häufiger störende visuelle Nebeneffekte, weil es an den diffraktiven Stufen zu Lichtstreuung kommt.3 Unterstützt werden die Ergebnisse der beiden Vivity® Zulassungsstudien auch durch Unter­suchungen an der optischen Bank. Diese zeigen, dass zum Beispiel das Halo-Profil der Vivity® dem einer Monofokallinse vergleichbar und deutlich besser ist, als das derzeit erhältlicher diffraktiver EDoF beziehungsweise trifokaler IOL (Abb. 3).9 Zudem zeigte sich bei Vivity®-Patienten auch kein klinisch relevanter Verlust der mesopischen Kontrastsensitivität im Vergleich zu einer Monofokal­linse. Auch bei schwachem Licht ­empfanden ­Vivity®-Patienten ihre Sehqualität als gut. Diffraktive Optiken hingegen sind immer noch mit einem gewissen Verlust der mesopischen Kontrastsensitivität assoziiert.10

Abb. 3: Untersuchungen an der optischen Bank zeigen: das Halo-Profil der Vivity ähnelt dem einer Monofokallinse. Diffraktive EDoF- bzw. trifokale IOL weisen deutlich ausgeprägtere Halos auf. Daten nach [9].
Einzigartige X-Wave™-Technologie – welche Patienten profitieren?

Ermöglicht werden diese guten visuellen Ergebnisse durch die innovative X-WAVE™-Technologie. Diese nicht-diffraktive Optik-Technologie zeichnet sich durch zwei sehr feine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Oberflächenelemente auf der Vorderfläche der IOL aus, die die eintreffende Wellenfront modulieren: Durch diese wird die Wellenfront verschoben und zudem der zentrale Bereich beim Austritt aus der IOL im Vergleich zum peripheren Bereich verzögert. Durch das anschließende Zusammenlaufen der zentralen und peripheren Wellenfront wird der Fokusbereich insgesamt gedehnt. Somit wird die Lichtenergie nicht – wie bei diffraktiven Optiken – auf verschiedene Brennpunkte aufgeteilt. Vielmehr gelingt es, die gesamte Lichtenergie zu nutzen und durch die simultan stattfindende Verschiebung und Dehnung der Wellenfront einen kontinuierlich erweiterten Sehbereich zu erzeugen, wie sowohl die klinischen Ergebnisse als auch Untersuchungen an der optischen Bank belegen (Abb. 4).9,11 Aufgrund dieses einzigartigen Optikdesigns und der daraus resultierenden klinischen Ergebnisse können mit der Vivity® auch anspruchsvolle Patienten versorgt werden, die für ihre Presbyopiekorrektur hohe Anforderungen an ihre Sehqualität und den Fernvisus stellen und zusätzlich mehr Brillenunabhängigkeit wünschen, vor allem im Intermediär­bereich bis 50 cm. Dazu zählen etwa Menschen, die die visuellen Neben­effekte diffraktiver Optiken nicht in Kauf nehmen wollen, zum Beispiel weil sie häufig nachts Auto fahren. Aber auch bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen wie zum Beispiel mildem Glaukom kann die Vivity® nun eine Chance auf einen erweiterten Seh­bereich und hohe Sehqualität eröffnen.

Fazit: Mit ihrem innovativen, nicht-diffraktiven Optikdesign mit X-WAVE™-Technologie kann die AcrySof® IQ ­Vivity® Patienten zu hoher Sehqualität und einem kontinuierlich erweiterten Sehbereich verhelfen – von einem exzellenten Fernvisus bis hin zu einem funktionalen Nahvisus. Visuelle Neben­effekte entsprechen denen mono­fokaler IOL, auch die mesopische Kontrastsensitivität bleibt erhalten.

Abb. 4: Vivity erzeugt durch Wellenfrontmodulation einen kontinuierlich erweiterten Fokusbereich. Daten der optischen Bank nach [7].

Referenzen
1. Kohnen T et al. Am J Ophthalmol 2016;161:71–77.e1.
2. Kohnen T et al. Am J Ophthalmol 2017;184:52–62.
3. Kohnen T und Suryakumar R. JCRS 2020;46:298–304.
4. Lee BS und Chang DF. Ophthalmology 2018;125:1325–1331.
5. Thom H et al. PloS one 2019;14: e0220498.
6. Pipis A et al. Eur J Ophthalmol 2015; 25:128–133.
7. Klinischer Studienbericht zur Studie ILI875- C002 v.2.0 TDOC-0055576 29-Mar-19.
8. Klinischer Studienbericht zur Studie ILI875-C001 v1 TDOC-0055575. 09-Apr-2019.
9. A02062-REP-043696, Optical Evaluations of Alcon Vivity®, Symfony*, and Zeiss* AT LARA* IOLs Bench study.
10. Rocha KM. J Refract Surg 2017;33:146.
11. Alcon Data on File, US Patent 9968440 B2, May 15, 2018.


Alcon Deutschland GmbH, Freiburg
www.de.alcon.com

Abb. 1: Mit der Vivity® erreichen mehr Patienten auch ohne Brille ein gutes oder sehr gutes Sehvermögen als monofokal versorgte ­Patienten – sowohl bei Tageslicht als auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Daten nach [7].
Abb. 2: Vivity-Patienten weisen vergleichbar geringe ­visuelle Nebeneffekte auf wie ­Patienten mit einer ­Monofokallinse. Daten nach [7].
Abb. 3: Untersuchungen an der optischen Bank zeigen: Das Halo-Profil der Vivity ähnelt dem einer Monofokal­linse. Diffraktive EDoF- beziehungsweise trifokale IOL weisen deutlich ausgeprägtere Halos auf. Daten nach [9].
Abb. 4: Vivity erzeugt durch Wellenfrontmodulation einen kontinuierlich erweiterten Fokusbereich. Daten nach [9,11].