Adipositas als Risikofaktor für Nierenfunktionsabfall bei HFpEF

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Laut einer aktuellen Studie ist Übergewicht bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion verbunden, unabhängig von Risikofaktoren wie Diabetes und Bluthochdruck.

Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (heart failure with preserved ejection fraction, HFpEF) weit verbreitet und führt zu einer schlechteren Prognose, erklären die Autoren des Tufts Medical Center in Boston (USA) und der Osaka University (Japan).

Obwohl Adipositas eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie der HFpEF spielt, ist ihr Einfluss auf die Nierenfunktion noch nicht vollständig geklärt, heißt es weiter. Neue Erkenntnisse liefert ihre aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Kidney 360“.

Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate im Fokus

Anhand von Daten aus der Studie „Treatment of Preserved Cardiac Function Heart Failure with Aldosterone Antagonist“ untersuchten die Forscher Fettleibigkeit anhand des Body-Mass-Index (BMI), des Taillenumfangs (WC) und des Taille-zu-Körpergröße-Verhältnisses (WHtR) mit einem primären Endpunkt von >30 Prozent Rückgang der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR).

Das Erreichen des Endpunkts mit einem eGFR-Abfall von >30 Prozent wurde durch einen einzelnen qualifizierenden Wert definiert, ein anhaltender Abfall erforderte zwei aufeinanderfolgende Werte. Multivariate Cox-Regressionsmodelle wurden verwendet, um Zusammenhänge zu bewerten, wobei demografische und komorbide Faktoren wie Alter, Geschlecht, Diabetes, Hypertonie, Ausgangs-eGFR und Randomisierungsgruppe berücksichtigt wurden.

Kein signifikanter Zusammenhang festgestellt

Von 1765 Patienten (mittleres Alter 72±10 Jahre, mediane eGFR 60,8 ml/min/1,73 m²) erlitten 687 einen eGFR-Abfall von >30 Prozent, und bei 261 hielt dieser Abfall über einen medianen Nachbeobachtungszeitraum von 3,3 Jahren an. Ein höherer BMI, ein größerer Taillenumfang und ein höheres Taille-Hüft-Verhältnis waren nach multivariabler Adjustierung mit einem eGFR-Abfall von >30 Prozent assoziiert. Es bestanden keine signifikanten Zusammenhänge zwischen den Adipositas-Parametern und einem anhaltenden Rückgang der Nierenfunktion.

Daraus schlussfolgern die Wissenschaftler um Erstautorin Lixia Deng, dass Übergewicht bei Patienten mit HFpEF mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion verbunden ist – und das unabhängig von traditionellen Risikofaktoren wie Diabetes und Bluthochdruck.

(ri/BIERMANN)