Adipositas in der Kindheit kann Brustkrebsrisiko senken

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Die Ergebnisse einer Studie der Universität Bristol, Vereinigtes Königreich, deuten darauf hin, dass eine stärkere Adipositas in der Kindheit dazu führt, dass sich weniger dichtes Brustgewebe bildet, was das spätere Brustkrebsrisiko senkt.

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Adipositas in der Kindheit zu verschiedenen Krankheiten im Erwachsenenalter führen kann, heißt es in einer Pressemitteilung zu einer Studie der Universität Bristol. Die aktuelle Studie analysierte die ungeklärte schützende Wirkung einer höheren Körpermasse* in der Kindheit auf das Brustkrebsrisiko, um die Zusammenhänge zwischen der Körpermasse in der Kindheit und im Erwachsenenalter, dem Zeitpunkt des Einsetzens der Pubertät, der Brustgewebedichte und dem Brustkrebsrisiko zu untersuchen.

Die Forscher verwendeten Daten aus genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) und Mendelsche Randomisierungsanalysen. Sie konnten nachweisen, dass mehr als 50 Prozent der schützenden Wirkung, die eine höhere Körpermasse in der Kindheit auf das Brustkrebsrisiko hat, durch die Veränderungen im dichten Brustgewebe erklärt werden. Das Forscherteam vermutet, dass eine größere Körpermasse in der Kindheit, etwa zu Beginn der Pubertät, dazu führt, dass sich weniger dichtes Gewebe in der Brust bildet. Und ein weniger dichtes Brustgewebe führt den Forschenden zufolge zu einem geringeren Brustkrebsrisiko im Erwachsenenalter.

Biologischer Mechanismus

Nun wollen die Wissenschaftler mithilfe genetischer Analysen den biologischen Mechanismus hinter dieser bislang ungeklärten kausalen Beziehung aufklären. „Die Untersuchung des Mechanismus der schützenden Wirkung von Adipositas in der Kindheit ist wichtig, da eine Gewichtszunahme in der Kindheit nicht als Präventionsmaßnahme für Brustkrebs angesehen werden kann“, erklärte Dr. Marina Vabistsevits.

*In der Studie wird „Körpermasse in der Kindheit“ (childhood body size) als ein kategoriales Merkmal definiert. Es beschreibt die Körpermasse im Alter von 10 Jahren in den drei Kategorien „dünner als der Durchschnitt“, „ungefähr durchschnittlich“, „dicker als der Durchschnitt“.