Adipositas-Management bei Vorschulkindern: Schlafdauer beeinflusst den Erfolg

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Die Aufnahme schlafmedizinischer Interventionen scheint den Erfolg des Gewichtsmanagements bei adipösen Vorschulkindern zu verbessern. Das zeigt eine US-amerikanische Studie mit 150 Kindern (durchschnittliches Alter 4,6 ±0,93 Jahre).

Die Forscher hatten untersucht, ob eine familienbasierte Intervention zum Gewichtsmanagement im Vergleich zu motivierenden Befragungen und Standard-Versorgung zu Veränderungen im Schlafverhalten adipöser Vorschulkinder führen kann. Zusätzlich untersuchten die Forscher die Zusammenhänge zwischen Schlaf und dem z-Score des Body-Mass-Index (BMIz) sowie der Ernährung.

Dazu absolvierten die Studienteilnehmer eine Voruntersuchung sowie in der 24. Woche eine Nachuntersuchung, erhielten täglich Ernährungserinnerungen und führten ein 7-tägiges Schlaftagebuch.

Dabei zeigte sich, dass eine frühere Schlafenszeit mit einem niedrigeren BMIz (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,00–0,04; p=0,03), einer geringeren Aufnahme von zugesetztem Zucker (95%-KI 0,70–4,32; p=0,007) und kleineren Süßigkeiten- und Dessertportionen (95%-KI 0,00–0,19; p=0,04) beim Follow-up assoziiert war. Eine längere nächtliche Schlafdauer war im Follow-up mit weniger zugesetztem Zucker verbunden (95%-KI –3,79 bis –0,35; p=0,02).

Fazit
Um positive Veränderungen bei Vorschulkindern mit Adipositas zu fördern, könnte die Integration umfassenderer Schlafinterventionen in das Gewichtsmanagement notwendig sein. Hierbei scheint die Fokussierung auf eine frühere Schlafenszeit und längere Schlafdauer wichtig zu sein. (ej)

Autoren: Simon SL et al.
Korrespondenz: Stacy L Simon; [email protected]
Studie: Sleep duration and bedtime in preschool-age children with obesity: Relation to BMI and diet following a weight management intervention
Quelle: Pediatr Obes 2019;14(11):e12555.
Web: https://doi.org/10.1111/ijpo.12555