Älteste Hebammenschule Deutschlands feierte letzte Absolventinnen6. September 2023 Die letzten Absolventinnen der Hebammenschule der Bildungsakademie der Universitätsmedizin Göttingen mit den Lehrhebammen Cornelia Krapp (l.) und Diemut Stark (r.). (© Foto: umg/Vetter) Die Hebammenschule der Bildungsakademie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) feiert 13 Absolventinnen des Jahrgangs 2023. Sie sind die letzten examinierten Hebammen der ältesten Hebammenschule Deutschlands, die Ende September 2023 ihre Pforten schließt. Drei der Absolventinnen bleiben an der UMG. Mindestens 30 selbstständig betreute Geburten, 3.000 Stunden praktische Ausbildung und 1.600 Stunden Unterricht in theoretischen Grundlagen liegen hinter den 13 frisch examinierten Hebammen der Hebammenschule der Bildungsakademie der UMG. Ihre praktische Ausbildung absolvierten sie über-wiegend in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG, aber auch in den Kreißsälen der Krankenhäuser Neu-Mariahilf und Neu Bethlehem sowie in verschiedenen Geburtshäusern, Hebammenpraxen und bei freiberuflichen Hebammen. Nach ihrer letzten Prüfung am Freitag, dem 24. August 2023, erhielten die frisch examinierten Hebammen ihre Urkunden und Zeugnisse, überreicht vom Prüfungsvorsitzenden Dr. Andreas Kittelmann von der Landesschulbehörde in Braunschweig. Die Absolventinnen gehen ab September 2023 in ihre Berufstätigkeit, rund die Hälfte von ihnen bleibt in Göttingen und der Region, drei von ihnen übernimmt die UMG. „Wir sind stolz auf unsere diesjährigen Absolventinnen, die ihre Prüfungen mit Bravour gemeis-tert haben. Zugleich sind wir auch traurig, dass es unsere letzten Hebammen sein werden, die wir begleiten durften“, sagt Cornelia Krapp, Leiterin der Hebammenschule an der Bildungsakademie der UMG. Die Absolventinnen kommen aus Göttingen, sowie aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Hebammenschule der Bildungsakademie an der UMG blickt eigenen Angaben zufolge als älteste Schule dieser Art in Deutschland auf eine lange Tradition zurück. Sie war die einzige Ausbildungseinrichtung für Hebammen in Südniedersachsen mit insgesamt 36 Ausbildungsplätzen. Seit der Gründung der Universitäts-Frauenklinik Göttingen im Jahr 1751 wurden hier Hebammen systematisch ausgebildet. Nach der letzten Abschlussprüfung am 24. August 2023 schließt die Göttinger Hebammenschule nach 272 Jahren ihre Pforten. Eine Ausbildung zur Hebamme ist an der UMG trotzdem weiterhin möglich. Mit dem dualen Studium Hebammenwissenschaft in Kooperation mit dem Gesundheitscampus Göttingen erhalten Interessierte weiterhin die Möglichkeit, diesen spannenden Beruf zu erlernen.
Mehr erfahren zu: "Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau" Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau Erkältungen, psychische Probleme, Rückenschmerzen: Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit halten sich hartnäckig, wie neue Daten zeigen. Politiker stellen Regelungen wie die telefonische Krankschreibung infrage. Auch neue Modelle werden diktutiert.
Mehr erfahren zu: "Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung?" Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung? Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts aktueller Zahlen zu viele Fehltage wegen Krankheit kritisiert. Seine Partei stellt insbesondere die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, infrage.
Mehr erfahren zu: "Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz" Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz Mit Beginn dieses Jahres hat Prof. Udo Markert den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) übernommen. Das hat das Universitätsklinikum Jena mitgeteilt.