Ärztetag ermutigt zur Krebsfrüherkennung auch in der Pandemie

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Unter dem Motto “Krebs macht keine Pause” hat der 124. Deutsche Ärztetag am 04.05.2021 betont, wie wichtig die frühe Erkennung von Krebs auch unter dem Umständen der COVID-19-Pandemie ist.

“Der 124. Deutsche Ärztetag 2021 empfiehlt der Bevölkerung, gesetzliche
Vorsorgeuntersuchungen trotz der Coronapandemie wie gewohnt in Anspruch zu nehmen”, heißt es in dem Beschlussantrag, der von den Delegierten mit überwältigender Mehrheit (188-mal ja, 3-mal nein, 3 Enthaltungen) angenommen wurde. “Die Ärztinnen und Ärzte und Einrichtungen des Gesundheitswesens haben sich den hygienischen Anforderungen, die die Coronapandemie verlangt, umfassend angepasst”, begründet der Antragsteller, Dr. Constantin Janzen, Abgeordneter der Ärztekammer Niedersachsen. Die Patientinnen und Patienten seien daher in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte und Krankenhäusern gut und sicher aufgehoben.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie hätten die Deutschen innerhalb der vergangenen zwölf Monate seltener ihre Haus- und Fachärzte aufgesucht, so Janzen. Die Anzahl der durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen sei signifikant gesunken. “In Deutschland sterben ca. 231.000 Menschen jährlich infolge einer Krebserkrankung”, erinnerte der Gastroenterologe aus Hildesheim. “Gerade Brust-, Darm-, Haut-, Gebärmutterhals- und Prostatakrebs sind, sofern sie frühzeitig entdeckt werden, gut heilbar.”

(ms)