Ärztetag für strengere Prüfungen bei Nicht-EU-Ärzten

Ärzte aus Nicht-EU-Ländern, die in Deutschland arbeiten wollen, sollen nach dem Willen des Deutschen Ärztetages das deutsche Medizin-Staatsexamen statt wie bisher eine sogenannte Gleichwertigkeitsprüfung absolvieren.

Der Gesetzgeber müsse regeln, dass diese Mediziner über dieselben Kenntnisse wie in Deutschland ausgebildete Ärzte verfügen, forderten die Delegierten am Donnerstag in Erfurt in einem Beschluss. Ziel sei ein sicherer Patientenschutz.

Nach Angaben von Landesärztekammern stellt die Gleichwertigkeitsprüfung nicht sicher, dass Ärzte aus Ländern außerhalb der EU über dieselben Kompetenzen wie in Deutschland ausgebildete Mediziner verfügen.

Der Ärztetag plädierte zugleich für einen stärkeren Datenaustausch zwischen den für die Erteilung der ärztlichen Zulassung (Approbation) zuständigen Behörden der Bundesländer, um einen möglichen «Approbationstourismus» zu unterbinden. Die Qualifikation von Ärzten, die in außereuropäischen Ländern Medizin studiert haben, hatte auf dem Ärztetag zu intensiven Debatten geführt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vor den Ärzten dafür plädiert, die Verfahren zur Anerkennung ausländischer Medizin-Abschlüsse zu beschleunigen. Sie sollten aber gleichzeitig auch gründlicher werden.
(dpa)

 

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