Ätherische Öle bei allergischem Asthma: Keine Beeinträchtigung der Krankheitskontrolle14. November 2018 Raumerfrischungssprays mit ätherischen Ölen beeinträchtigen offenbar bei Patienten mit allergischem Asthma die Asthmakontrolle nicht. (Foto: © Ruediger Rau/Fotolia) Wie sicher sind Raumerfrischungsprays mit ätherischen Ölen für Menschen, die an einem leichten oder mittelschweren allergischen Asthma leiden? Ein kürzlich veröffentlichte prospektive, offene Studie kommt zu dem Schluss, dass die Exposition gegenüber einem zweimal täglich über einen Zeitraum von einem Monat verwendeten Spray (purifying air spray [PPAS]) mit 41 ätherischen Ölen bei solchen Asthmapatienten keinen Unterschied in Bezug auf Atemwegsentzündungen, Lungenfunktion oder Asthmakontrolle macht. Ätherische Öle sind laut den Studienautoren flüchtige Verbindungen pflanzlichen Ursprungs, deren Wirkstoffe zu den Terpenen gehören, den am weitesten verbreiteten biogenen flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Obwohl es umfangreiche Literatur gebe, die Zusammenhänge zwischen der Exposition gegenüber chemischen VOC und asthmatischen Symptomen und einer eingeschränkten respiratorischen Funktion aufzeigten, seien bislang die Auswirkungen ätherischer Öle bei Patienten mit Asthma nicht untersucht worden, schreiben die Wissenschaftler zum Hintergrund ihrer Untersuchung. An dieser nahmen 19 Patienten mit leichtem und 6 Patienten mit mittelschwerem Asthma teil. Sie verwendeten zweimal täglich vier Wochen lang um acht und um 20 Uhr an zwei verschiedenen Stellen ihres Schlafzimmers. Vor und nach dieser vierwöchigen Exposition wurden Messungen des fraktionierten exhalierten Stickoxids (FeNO), der Lungenfunktion sowie eine Methacholin-Exposition (PD20) durchgeführt. Die Asthmakontrolle wurde anhand der 5 Fragen des Asthma Control Test (ACT) beurteilt. Das Spray wurde nach vier Wochen gewogen, um die Compliance zu bewerten. FeNO war der primäre Endpunkt und wurde daher bei allen Patienten unabhängig vom Ausmaß der Atemobstruktion analysiert. Der durchschnittliche (SD) FeNO-Wert betrug vor und nach der PPAS-Exposition 37,4 (16,6) bzw. 33,1 (18,7) ppm (p=0,09). Nach PPAS-Exposition wurde keine signifikante Veränderung der Lungenfunktion und der Reaktion auf Methacholin festgestellt, wobei der mittlere PD20-Wert 1179 (1124,42) μg (Bereich 100-3200) vor und 1226 (1189,8) μg (p = 0,06) nach der Exposition betrug. Der durchschnittliche ACT-Score vor und nach der PPAS-Exposition lag bei 20,9 (4,2) bzw. 21 (5,15) (p=0,80). Das mittlere Gewicht der PPAS-Behälter betrug vor der ersten Verwendung 211,4 g und am Ende der Studie 171,41 g. Die durchschnittlich verbrauchte Menge an PPAS war 40,0 g. In der Untergruppe der Probanden, die die höchsten Mengen an ätherischen Ölen (>40 g) verwendeten, sank der FeNO-Wert nach 30-tägiger Exposition, gemessen am mittleren Flaschengewicht am Ende der Studie, stärker als in der gesamten Gruppe (7,9 ppm vs. 4,2 ppm (p=0,07).
Mehr erfahren zu: "Leptomeningeale Metastasen beim NSCLC: Molekulare Subtypen und Therapien" Leptomeningeale Metastasen beim NSCLC: Molekulare Subtypen und Therapien Um die leptomeningeale Metastasierung (LMD) beim Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) besser zu verstehen, analysierte ein internationales Team Merkmale, Behandlungsmuster und -ergebnisse.
Mehr erfahren zu: "Lungenkrebs: KI-gestützte virtuelle räumliche Proteomik aus Histopathologie-Präparaten" Lungenkrebs: KI-gestützte virtuelle räumliche Proteomik aus Histopathologie-Präparaten Mittels räumlicher Proteomik lässt sich die Proteinexpression hochauflösend kartieren. Allerdings gibt es nach wie vor große Hürden auf dem Weg zu klinischen Anwendungen, darunter Kosten, Komplexität und Skalierbarkeit.
Mehr erfahren zu: "Erstlinie beim Plattenepithelkarzinom der Lunge: PFS mit Chemotherapie plus Ivonescimab versus Tislelizumab besser" Weiterlesen nach Anmeldung Erstlinie beim Plattenepithelkarzinom der Lunge: PFS mit Chemotherapie plus Ivonescimab versus Tislelizumab besser Beim Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sind squamöse Karzinome im Vergleich zu nicht squamösen mit schlechteren Prognosen verbunden. Neue Daten zeigen, dass mit dem bispezifischen Antikörper Ivonescimab bald eine neue Erstlinientherapie verfügbar […]