Afrikanische Schweinepest gefährdet Osterfeuer30. März 2026 (Symbolbild) Foto: © Rico Löb – stock.adobe.com Strenge Hygieneauflagen wegen der Afrikanischen Schweinepest: Ein Osterfeuer im Kreis Olpe wurde deswegen bereits abgesagt, weil die Auflagen kaum erfüllbar sind. Wie Behörden auf die Lage reagieren. Strenge Auflagen und eine erste Absage: Die Afrikanische Schweinepest im Sauerland hat Folgen für die Osterfeuer in der Region. Ein Osterfeuer im Kreis Olpe wurde bereits abgesagt. Es sollte in der Gemeinde Kirchhundem stattfinden, wo im vergangenen Sommer die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden waren. Nach Angaben des Kreises konnten die Veranstalter die notwendigen Auflagen nicht umsetzen. Ein weiteres Osterfeuer in Kirchhundem stand wochenlang auf der Kippe. Sperrzonen sollen das Ausbreiten der Pest verhindern Zur Eindämmung der Pest gelten besondere Vorschriften. Das von der Schweinepest betroffene Gebiet im Sauerland wurde in Sperrzonen eingeteilt, in denen jeweils unterschiedliche Regelungen für Landwirte wie Besucher gelten. Betroffen sind die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und der Hochsauerlandkreis. „In Sperrzone II und im Kerngebiet gilt ein Wegegebot und Hunde müssen an der Leine geführt werden. Auch das Betreten von Wald- und Wiesenflächen ist in diesen Gebieten untersagt“, erläuterte eine Sprecherin des Landesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung NRW. Menschen können Schweinepest über Kontaminationen übertragen Menschen können die Schweinepest-Erreger indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Schuhe, Fahrzeuge, Kleidung sowie Lebensmittel übertragen. Deswegen müssten diese Dinge desinfiziert werden, wenn die betroffenen Gebiete aufgesucht worden seien, erläuterte die Behördensprecherin. Alle Besucher eines Osterfeuers im Kerngebiet seien deshalb dazu verpflichtet, desinfizierbare Schuhe zu tragen. Beim Verlassen der Veranstaltung müssten sie über eine Desinfektionsmatte oder durch eine Desinfektionswanne gehen. Auf dem Gelände muss zudem ein fester Bereich zum Toilettengang festgelegt werden. Abfälle und Essensreste dürften nicht liegen gelassen werden. Gerade kleinere Veranstalter stießen bei diesen Auflagen mitunter an organisatorische Grenzen. „Grundsätzlich werden die Maßnahmen zur Reinigung und Desinfektion als die größten Belastungen dargestellt“, sagt Kreissprecher Holger Böhler. Ein Osterfeuer müsse mindestens drei Wochen vorher beantragt werden. Die Prüfung und Genehmigung erfolge im Einzelfall, heißt es auf Kreisseite. Rund 400 positive Tests Im Juni 2025 waren in Kirchhundem die ersten an Afrikanischer Schweinepest gestorbenen Wildschweine entdeckt worden. Seitdem überwachen die Behörden die Lage intensiv. Bis Mitte März wurden rund 400 Wildschweine in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis positiv auf die Krankheit getestet, sagt ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Nach wie vor seien täglich Suchteams mit speziell ausgebildeten Kadaverspürhunden im Einsatz, zudem würden Drohnen bei der Erfassung von Wildschweinen helfen. Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich Die Afrikanische Schweinepest befällt ausschließlich Haus- und Wildschweine und verläuft für sie meist tödlich. Für Menschen sowie andere Haus- und Nutztiere ist sie ungefährlich, auch Schweinefleisch gilt als unbedenklich.
Mehr erfahren zu: "„Im Zentrum steht das Wohlergehen des Wals“" „Im Zentrum steht das Wohlergehen des Wals“ In der Wismarer Bucht arbeitet ein Team weiter mit Hochdruck daran, dem Buckelwal den Weg in tiefere Gewässer zu ermöglichen. Leider verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand des Buckelwals in der […]
Mehr erfahren zu: "Bienen in Dresden mit Seuche befallen – Sofortmaßnahmen" Bienen in Dresden mit Seuche befallen – Sofortmaßnahmen Die Amerikanische Faulbrut bedroht Bienenvölker in Dresden. Sofortmaßnahmen sollen die Ausbreitung stoppen – was Halter jetzt beachten müssen.
Mehr erfahren zu: "Tiergesundheit aktuell – Das FLI informiert über Newcastle-Krankheit" Tiergesundheit aktuell – Das FLI informiert über Newcastle-Krankheit Das Friedrich-Loeffler-Institut hat auf seiner Website eine Aufzeichnung des Webinars Newcastle-Krankheit und Geflügelpest online zu Verfügung gestellt. In Brandenburg richtet die Newcastle-Krankheit derweil immer größeren Schaden an.