Afrikanische Schweinepest in Sachsen getilgt5. Februar 2026 (Symbolbild) Foto: © Piotr Krzeslak – stock.adobe.com Nach 2.398 Fällen und 830 Kilometern Schutzzäunen gibt es in Sachsen keinen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest mehr. Nach fünfeinhalb Jahren gilt ASP als getilgt. Was hinter dem Kraftakt steckt. Sachsen ist nach Angaben des zuständigen Ministeriums frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der letzte Fall liegt ein Jahr zurück, die Afrikanische Schweinepest gilt damit als erfolgreich getilgt, wie das Sozialministerium mitteilte. Es falle eine große Last ab, teilte Sozialministerin Petra Köpping mit. „Fünfeinhalb Jahre ASP-Bekämpfung waren für die Beteiligten ein unglaublicher Kraftakt, den wir erfolgreich gemeistert haben“, betonte die SPD-Politikerin. Sie dankte unter anderem den Mitarbeitenden in der Landesuntersuchungsanstalt, in der Landesdirektion, den Veterinärämtern vor Ort, der Jägerschaft sowie den Land- und Forstwirten. Großer und teurer Aufwand für die Bekämpfung der Seuche Im September 2020 war in Brandenburg ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt worden. Ende Oktober 2020 dann gab es den ersten Fall in Sachsen. Seitdem wurden im Freistaat insgesamt 2.398 ASP-Fälle nachgewiesen. Hausschweine waren nicht betroffen. Die zur ASP-Bekämpfung nötigen Sperrzonen betrafen den Angaben zufolge in ihrer größten Ausbreitung im Jahr 2023 rund ein Drittel der Fläche Sachsens. Insgesamt waren rund 830 Kilometer Schutzzäune errichtet worden, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken. In der Landesuntersuchungsanstalt wurden seit Herbst 2020 gut 237.500 Proben untersucht. Insgesamt hat der Freistaat rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufgebracht. ASP für Menschen ungefährlich Die ASP ist eine Virusinfektion, die nur Wild- und Hausschweine betrifft. Für Menschen sowie für andere Tierarten ist sie ungefährlich. Bei Schweinen jedoch verläuft sie fast immer tödlich und ist unheilbar. Überlebende Tiere entwickeln keine Immunität gegen das Virus und können sich somit erneut anstecken. Bisher gibt es keine Möglichkeit, die Schweine durch eine Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt durch den Menschen über kontaminierte Gegenstände und Futter übertragen werden.
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