Akupunktur hilft bei chronischen Schmerzen

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Die Ergebnisse einer aktuellen Studie bestätigen die Wirksamkeit der Akupunktur bei chronischen Schmerzen und widerlegen nach Ansicht der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) den viel diskutierten Placebo-Effekt der Nadeltherapie.

Andrew J. Vickers, Biostatistiker im New Yorker Memorial Sloan Kettering Cancer Center, und Kollegen hatten die Daten von mehr als 20.800 Patienten aus 39 randomisiert-kontrollierten Studien ausgewertet. Ihre ­Analyse belegt laut DÄGfA „nachhaltig die Wirksamkeit der Akupunktur bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen bei Kniegelenks­arthrose und Schulterschmerz”. Die Wissenschaftler hätten außerdem aufzeigen können, dass die therapeutische Wirksamkeit der Akupunktur nicht allein über den Placebo-Effekt erklärt werden könne: Die Therapie sei Placebo- und anderen Kontrollverfahren sogar deutlich überlegen. Bemerkenswert sei der nachgewiesene Behandlungseffekt der Nadeln, erklärte die Fachgesellschaft. ­Dieser habe, bei einer Abnahme der Effektstärke von lediglich 15 Prozent, über zwölf Monate angehalten.

Dennoch sollte Akupunktur nicht überbewertet oder gar als Allheilmittel verstanden werden, warnt die DÄGfA und unterstreicht, dass chronische Schmerzpatienten auch durch Akupunktur nicht für immer geheilt werden können. „Hier sollten interdisziplinäre, multimodale Schmerzthera­pien verstärkt in den Fokus der Mediziner rücken“, so die DÄGfA.


Autoren:
Vickers AJ et al.
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Studie: Acupuncture for Chronic Pain: Update of an Individual Patient Data Meta-Analysis
Quelle: J Pain, 30. November 2017
Web: www.jpain.org/article/S1526-5900(17)30780-0/