Alkoholkonsum und Trinkmuster: Krebsrisiken signifikant erhöht30. Mai 2021 © Pixel-Shot – stock.adobe.com (Symbolbild) Der Gesamtalkoholkonsum erhöht bekanntlich das Risiko einer Reihe von Krebserkrankungen – dazu liegen international bereits Daten vor. Da die Evidenz für Australien und jene bezüglich des Trinkmusters und des Krebsrisikos begrenzt war, sind Dr. Peter Sarich vom Cancer Coucil NSW in Sydney, Australien, und seine Kollegen dieser Frage nachgegangen. Dazu berechneten sie adjustierte HR und 95%-KI für das Krebsrisiko in Bezug auf den Gesamtalkoholkonsum (Getränke/Woche) und das Trinkmuster mittels Cox-Regressionen. Als Datenbasis dienten 226.162 Teilnehmer ≥45 Jahren (2006–2009) der 45 and Up Study, einer prospektiven australischen Kohortenstudie. Inzidente Fälle von Primärtumoren wurden per Verknüpfung mit dem New South Wales Cancer Registry bis 2013 durch das Center for Health Record Linkage festgestellt. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, wurden über einen Median von 5,4 Jahren 17.332 Krebserkrankungen diagnostiziert. Zunehmender Alkoholkonsum war mit einem erhöhten Risiko (adjustierte HR; 95%-KI) für Krebserkrankungen der oberen Luft- und Speisewege (1,19; 1,10–1,29), des Mundes und des Rachens (1,18; 1,08–1,29), der Speiseröhre (1,22; 1,04–1,43), von Kolon und Rektum (1,09; 1,04–1,15), des Kolons (1,13; 1,06–1,20), der Leber (1,22; 1,04–1,44) und der Brust (1,11; 1,02–1,21) verbunden. Ferner stellten die Forschenden fest, dass das Brustkrebsrisiko geringfügig mit dem Trinkmuster verbunden war. Dabei war das Risiko höher, wenn der Alkoholkonsum auf 1–3 Tage/Woche konzentriert war, verglichen mit der gleichen Menge, die über 4–7 Tage verteilt war (pInteraktion=0,049). Fazit „Alkoholkonsum birgt ein signifikantes Krebsrisiko, und das Trinkmuster kann unabhängig mit dem Brustkrebsrisiko assoziiert sein“, bilanzieren die Autoren. (sf) Autoren: Sarich P et al. Korrespondenz: Peter Sarich; [email protected] Studie: Alcohol consumption, drinking patterns and cancer incidence in an Australian cohort of 226,162 participants aged 45 years and over Quelle: Br J Cancer 2021;124(2):513–523. Web: https://doi.org/10.1038/s41416-020-01101-2