Allergische Rhinitis: Kombination aus Immuntherapie plus Dupilumab13. Dezember 2021 Foto: ©Sandor Jackal – stock.adobe.com Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, wie es um Wirksamkeit und Sicherheit der subkutanen Immuntherapie (SCIT) in Kombination mit Dupilumab im Vergleich zur SCIT allein steht. Die subkutane Immuntherapie (SCIT) hat sich bei Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis, die auf intranasale Kortikosteroide und/ oder Antihistaminika nicht ansprechen, als wirksame Therapie gegen einige Allergene erwiesen, birgt jedoch das Risiko systemischer allergischer Reaktionen. Dupilumab blockiert die gemeinsame Rezeptorkomponente für Interleukin-4 und Interleukin-13, die bei zahlreichen Krankheiten eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Typ-2-Entzündungen spielen. Im Rahmen vorliegender Studie wurde die Frage gestellt, wie sich Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von SCIT+Dupilumab im Vergleich zu SCIT allein verhalten. In dieser multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten Parallelgruppenstudie der Phase 2a mit 103 Erwachsenen mit Gräserpollen-induzierter SAR wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1:1 randomisiert und erhielten entweder SCIT, Dupilumab (300 mg alle 2 Wochen), SCIT+Dupilumab oder Placebo. Die SCIT wurde im Rahmen eines 8-wöchigen Cluster-Protokolls verabreicht, gefolgt von 8 Wochen Erhaltungsinjektionen. Primärer Endpunkt war die Veränderung der Fläche unter der Kurve (AUC) des Gesamtscores für nasale Symptome (TNSS) 0–1 h nach einer nasalen Allergenexposition (NAC) mit Lieschgras-Extrakt in Woche 17 gegenüber dem Ausgangswert vor der Behandlung. Obwohl eine 16-wöchige Behandlung mit SCIT+Duppilumab den TNSS AUC (0–1 h) nach NAC in Woche 17 im Vergleich zu SCIT nicht signifikant verbesserte (Mittelwert der kleinsten Quadrate -56,76 % vs. -52,03 %), erreichte ein höherer Anteil der mit SCIT+Duppilumab behandelten Patienten (61,5 %) die SCIT-Erhaltungsdosis im Vergleich zu SCIT (46,2 %). Ein geringerer Anteil der mit SCIT+Duppilumab behandelten Patienten (7,7 %) benötigte im Vergleich zu SCIT (19,2 %) eine Notfallbehandlung mit Epinephrin. In der SCIT+Dupilumab-Gruppe gab es signifikant weniger Abbrüche als in der SCIT-Gruppe (n = 2 [7,7 %] vs. n = 8 [30,8 %]; P = 0,0216); die Mehrzahl der Abbrüche in der SCIT-Gruppe war auf Unverträglichkeiten im Zusammenhang mit SCIT zurückzuführen, während es in der SCIT+Dupilumab-Gruppe keine Abbrüche gab. Fazit: Bei SAR-Patienten kann eine 16-wöchige Behandlung mit SCIT+Dupilumab die Verträglichkeit der SCIT verbessern, führte aber im Vergleich zur alleinigen SCIT nicht zu einer inkrementellen Verringerung der nasalen Symptome nach einer Allergenbelastung. (am)
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